Jul 31 2003
Reisebericht unserer Mitarbeiterin C. Dane
Reiseberichtung unserer Mitarbeiterin C. Dane 19.06.2003 - 29.06.2003
[U]18.06.03 [/U]
Flug mit British Airways nach Lusaka, der Hauptstadt Zambias. Der Flug mit British Airways war äußerst angenehm. Diese Fluggesellschaft bietet als einzige die Möglichkeit nonstop von London nach Lusaka in ca.9,5 Stunden zu fliegen. Reisende nach Zambia benötigen generell ein Visum, das am Flughafen gegen eine Gebühr von 30 USD ausgestellt wird. Wenn man aber ausschließlich als Tourist einreist, hat man die Möglichkeit ohne Visum einzureisen, hierfür benötigt man vom Safariveranstalter eine Buchungsbestätigung “visa waiver letter”. Der Flughafen ist recht modern. Es gibt eine Wechselstube und einen Souvenirladen, in dem auch einige Medikamente, z.B. Malariatabletten verkauft werden.
Wir werden von einem Repräsentanten von Airwaives Airlink empfangen. Das Erkennen ist mehr oder weniger zufällig, da die Mitarbeiter keine Namenstafeln haben. (Dies wird aber wohl in Zukunft geändert)
Es geht dann zum Abflug nationaler Flug - und eine Flughafengebühr von 5 USD muß gezahlt werden. Dann gehen wir auf den Flugplatz und begrüßen unseren Piloten. Es werden zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Voucher oder sonstiger Papierkram verlangt - der Name genügt - und irgendwo erscheint man hoffentlich auf der notwendigen Liste.
In einer 6 Sitzer Cessna Maschine fliegen wir zum South Luangwa N. P. - die Flugzeit Lusaka - Mfue dauert 1,5 Stunden. Wir fliegen gegen Osten und allein der Flug ist ein Vergnügen. Wildes Afrika - kaum verläßt man die Stadt ist man von Buschland umgeben.
Die Parks im Osten des Landes - unser Ziel South Luangwa N. P. wird geprägt vom Luangwa Valley, einem Rift Valley. Die Landschaft ist äußerst vielseitig, es gibt viele Feuchtgebiete, Überflutungsflächen,
[U]Lagunen, Wälder - eine extreme Vielfalt auf engen Raum. (ca. 9.000km2). Der Luangwa N. P. ist Zambias bekanntester Park.[/U]
Mfue International ist der Ausgangspunkt. Der Flughafen liegt etwa 25 km außerhalb der Ortschaft.
Wir werden von unserem Guide begrüßt und es geht gleich weiter im offenen Jeep zu unsere 1. Unterkunft, Nkwali Camp. Die Fahrt dauert knapp 1 Stunde.
Nkwali Camp
Das Camp liegt im Mfue Sektor und befindet sich außerhalb des Parks. Es ist das Basiscamp der 3 Robin Pope Safaricamps und genießt aufgrund seiner Lage einige Vorteile. Es ist ganzjährig zugänglich und hat daher die Möglichkeit als einziges Camp 9 Monate im Jahr zu operieren; von April bis Dezember. Es ist auch das einzige permanente Camp, d.h. es muß nicht am Ende der Saison komplett abgebaut werden .
Weitab der Cottages ist ein Swimmingpool mit kristallklarem Wasser vorhanden mit Liegen und Umkleidekabinen. Hier findet der Kunde eine erfrischende Abkühlung besonders in den heißen Monaten August-Oktober mit Höchsttemperaturen von bis zu 40 Grad.
Es gibt ausserdem eine campeigene Gärtnerei - wo mit großem Engagement und mit Erfolg, Gemüse und Obst angebaut wird. .Es gibt sogar eine kleine Hühnerfarm mit über 50 freilaufenden braunen Hühnern. Nkwali versorgt mit seinen Produkten auch die beiden anderen Camps , Nsefu und Tena Tena
Nkwali ist das Zuhause von Robin und Jo Pope. Hier wohnt das Ehepaar und managt die 3 Lodges - das
Reservierungsbüro befindet sich ebenfalls hier. Dieses ist das Hauptcamp der drei Robin Pope Safari Camps. Es liegt wie alle drei Camps am South Luangwa Fluß
Die Gäste werden in 6 Chalets untergebracht, alle haben eine Aussicht auf den South Luangwa. Die Zimmer sind geräumig und einfach ausgestattet, bieten aber den notwendigen Komfort. Mosquito Spray, Bademantel, eine Trillerpfeife (für den Notfall) sowie Schreibutensilien (Papier, Postkarten etc.) sind vorhanden. Ein geräumiges open Air Badezimmer ist im hinteren Teil des Cottages angegliedert, mit Dusche und einem separatem reedgedeckten Toilettenhäuschen .
Neben der 6 Cottages gibt es etwas weiter entfernt das sogenannte “Robin Pope House” - dieses ist für
Familien oder Gruppen gedacht. Es gibt 2 Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer und Bad. Das Haus hat eine eigene Betreuung, einen Koch und wenn notwendig eine Kinderbetreuung. Die Mahlzeiten werden auch hier eingenommen.
Kinder sind in Nkwali besonders gut aufgehoben. Eltern können an den angebotenen Tagesaktivitäten teilnehmen, während die Kinder in der Zeit unter Aufsicht sinnvoll beschäftigt werden.
In dem Camp gibt es außerdem eine Bar. Diese ist um einen enormen Ebenholzbaum konstruiert. Alles ist sehr luftig angelegt, es gibt verschiedene Aussichtspavillons und von überall hat man eine freie Sicht auf den Fluß. Es gibt einen Eßbereich, dieser wird aber nicht regelmäßig benutzt, vielmehr überraschen das Ehepaar Pope gerne mit wechselnden Standorten, sei es am Flußbett, am Lagerfeuer, ganz nach Stimmung und Wetterlage.
Die Aktivitäten schließen Pirschfahrten im offenen Landrover, Fuß-Safaris mit bewaffneten Rangern sowie Nachtpirschfahrten ein. Hier ist im Übrigen die Fuß Safari entstanden.. Außerdem kann man einen Ausflug ins benachbarte Kawanza Village buchen - man lernt das Alltagsleben der einheimischen Bevölkerung kennen, ihre Traditionen und Zeremonien. Auf Wunsch kann man auch dort auch in den Hütten übernachten (optional und extra)
Auf den Pirschfahrten bekommt man jede Menge Tiere zu sehen, vor allem aber Hippos. Diese findet man hier im Übermaß. Es gibt pro km 40 Hippos - d.h. im South Luangwa gibt es demnach ca. 40.000 Hippos. Neben den Big Five gibt es hier auch über 10 Gazellenarten u.a. die Pukus, die ich zuvor noch nie gesehen habe. Ebenso gibt es eine endemische Giraffenart, die Thornycroft Giraffen. Diese existiert nur im South Luangwa..- Der Park ist auch besonders für Vogelliebhaber ein Vergnügen, es gibt über 400 Vogelarten. Hier findet man auch die größte Storchenkolonie der Welt.
Am nächsten Morgen geht es früh weiter zum nächsten Camp Nsefu.
Dieses erreichen wir nach ca. 3 Stunden Fahrt durch den Park. Das Camp befindet sich direkt im Park selber und ist das älteste Zambias. Es wurde erstmals 1952 erbaut und wurde mittlerweile schön renoviert - allerdings beschränken die Parkgesetze etwas am Grundschnitt oder Lage zu ändern. (die Cottages liegen sehr dicht aufeinander!)
Das Nsefu Gebiet ist wohl das tierreichste des Parks. Es gibt hier die meisten Gazellen, Büffelherden - und somit auch Raubkatzen. Für mich persönlich war dieses Camp das schönste von den drei Pope Camps.
Die Lodge Manager Claire und Ed waren besonders sympathisch und verleihen dem Camp ein schönes
Ambiente. Es ist klein und gemütlich, ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.
Das Camp liegt an einer schönen Biegung des Flusses. Die Unterkunft erfolgt in reedgedeckten Rondavels, die sehr geschmackvoll eingerichtet sind. Jedes Rondavel hat eine kleine Holzterrasse mit Blick auf den Fluß.
Das Badezimmer ist gemauert und unter freiem Himmel. Es ist viel Liebe zum Detail vorhanden.
Es gibt eine Bar und Esszimmer, aber auch hier werden immer neue Varianten angeboten. Dinner auf einer Sandbank oder unter schattigen Bäumen. Das Essen ist sehr schmackhaft und liebevoll zubereitet, nichts ist übertrieben, alles stimmt.
Auf unsere Fuß Safari sehen wir eine ausgewachsene Giraffe, die von 3 Löwen verspeist wird. Es ist das 1.Mal, daß ich Raubkatzen auf einer Fußpirsch zu sehen bekomme. Ein unvergeßliches Erlebnis. Bei einem Sundowner am Ufer des South Luangwa lassen wir die Ereignisse des Tages Revue passieren.
Am nächsten Morgen geht unsere Reise weiter. Nun steht das letzte der Pope Camps auf dem Programm, [U]Tena Tena Camp[/U]. Im Allgemeinen ist dieses wohl das bevorzugte Camp der meisten Gäste. Wegen der hohen Tierdichte und der Leitung bevorzuge ich aber fast das Nsefu Camp.
Auch dieses Camp liegt am Fluß. Die Unterkunft wird hier in 6 Zelten geboten. Dies ist meiner Meinung Nach, von der Unterkunft her, das schönste der 3 Camps. Die Zelte sind in einer Richtung komplett zu öffnen und bieten Aussicht auf den Busch. Es gibt auf dieser Seite eine kleine vorgelagerte Terrasse mit gemütlichen Stühlen und einem Tisch. Viele orientalische Kissen befinden sich auf den Betten und der Boden des Zeltes ist mit Stohmatten ausgelegt, die Atmosphäre ist hier sehr wohnlich und gemütlich. Leider ist Tena Tena als einziges Camp umzäunt. Dieser scheint aber dennoch keine große Wirkung zu haben, denn bei unseren Drink an der Bar, vor dem Abendessen, werden wir von einem Hippo besucht. Dieses befindet sich nur wenige Meter von einem Gast entfernt und sorgt für einige Aufregung unter den Anwesenden. Es hatte sich wohl auf seinen Rückkehr zum Fluß “kurz an der Bar umsehen wollen”.!!
Das Essen ist hier besonders exquisit, unter freiem Himmel wird ein köstliches Curry serviert. Der Tisch
ist liebevoll gedeckt und unter dem Tisch wärmen uns Giccos - kleine afrikanische Öfen.
Früh morgens brechen wir zum Flughafen Mfue los. Die Fahrt dauert nochmals 1,5 Stunden und wir kommen gerade rechtzeitig an. Wir treffen Ray, unseren Piloten, und fliegen zum Lower Zambezie N. P. Der Flug dauert 1,5 Stunden und ist spektakulär. Ray, unser Pilot, macht diesen Flug zu einem echten “Happening”. Wir fliegen kurz über den Baumkuppen, dann wieder extrem hoch, dann schnittige Kurven. Wir folgen dem Verlauf des Zambezi, fliegen über kleine Inseln, Kanäle und Berge (das Escarpment) - alleine der Flug ist ein wirkliches Erlebnis!.
Schliesslich landen wir auf Jeki. Dies ist der Zielflughafen für Lower Zambezi. Ein kleiner
Flugplatz, wir sind die einzigen Gäste. Wir werden von unserem Guide empfangen und es geht per offenem Landrover zum Chiawa Camp. Die Fahrt dauert normalerweise 1,5 Stunden, da wir aber plötzlich von einer Elefantenherde überrascht werden, können wir hier erstmal verweilen. Über 300 Elefanten blockieren die Straße und wir müssen geduldig abwarten, daß die Straße ieder “freigegeben wird”.
Der Park liegt 100 km flussabwärts von den Victoria Fällen, am Nordufer des Zambesi. Die Vegetation ist
hier eine komplett andere. Es gibt richtige Wälder ( Winterdorn und Affenbrotbäume). Die Vegetation ist sehr dicht und im Randbereich der Lagunen gibt es Mahagony und Ebenholzbäume. Im Übergangsbereich zur Flussvegetation gibt es zahlreiche Lagunen, die von Wasserhyazinten bedeckt werden.
Der Zambezi ist ein gewaltiger Fluss von bis zu 2 km Breite, er windet sich durch den Park wie eine
Lebensader und zieht besonders in der Trockenzeit Unmengen Tieren an.
Das Chiawa Camp liegt direkt am Ufer des Zambezi. Es ist das erste private Camp im Lower Zambezi. Die Eigentümer, die Familie Cumings haben die Straßen im Park gebaut und unterstützen die Parkwächter in ihrem Kampf gegen die Wilderei. Ein beträchtlicher Teil der Einkünfte geht an das Park Management zum Schutz und zum Erhalt des Parks.
Das Camp liegt inmitten von schattigen Mahagonybäumen, das Areal ist großzügig geschnitten und auf der Stirnseite wird es von einem vertrockneten Flussarm des Zambezi begrenzt. Hier kann man die Tiere von einem Baumhaus stundenlang beobachten. Von weitem konnten wir Elefantenherden beobachtet, die das vertrocknete Flussbett durchqueren, bis zum Fluss gelangen und dort ausgiebig baden. Ein schöner Anblick.
Die 8 geräumigen Zeltunterkünfte befinden sich unter einem zusätzlichen Reetdach und stehen auf einem
erhöhten Holzdeck. Von hieraus hat man eine weite Aussicht auf die wunderschöne Flusslandschaft. Die Betten haben ein Mosquitonetz und im hinteren Bereich des Zeltes befinden sich ein sehr geräumiges Badezimmer angegliedert mit Dusche, separatem WC und einem Ankleideraum. Das Bad ist open air - und es kann hier durchaus passieren, dass man beim Duschen von Affen beobachtet wird. Aber keine Sorge, diese springen üblicherweise nicht in die Dusche ! Das Zelt ist komfortabel ausgestattet und abends findet man neben einem Betthupferl auch eine Wärmflasche unter der Decke.
Das Hauptgebäude ist ebenfalls reetdgedeckt und steht unter Mahagonibäumen und Akazien. Über eine Treppe erreicht man eine Aussichtsplattform. Hier kann man entspannen, Bücher lesen oder einen Sundowner genießen.
Das Essen ist äußerst hervorzuheben. Unter einem sternklarem Himmel wird ein elegantes Mahl
eingenommen. Am 2. Abend wird ein Barbecue mit köstlichen afrikanischen Spezialitäten angeboten
Das Chiawa Camp bietet ein breit gefächertes Angebot an Aktivitäten an und ist für diese auch am besten
ausgestattet. (Kanuboote, Pontonmotoorboote und Boote zum Fischen). Die Guides sind hier extrem gut
ausgebildet - ich denke, hier wird viel Wert auf qualifiziertes Personal gelegt!
Wir haben hier an einer Kanufahrt teilgenommen, die extrem aufregend war. Im Gegensatz zu anderen Camps, die auf Nummer sicher gehen und sich fast ausschließlich auf dem breiten Hauptarm des Zambezi aufhalten, wagen wir uns in sehr schmale Seitenarme. Wir fahren durch enge Kanäle, die mit Hippos nur so übersät sind. Hier bekommt man den totalen Adrenalinstoß - da wird einem schon ganz schön mulmig, wenn man nur einen halben Meter an Hippos vorbeifahren muss !!!
An einer Stelle wird es sogar brenzlig - ein Hippo, das unserem Guide wohl bekannt ist, reagiert auf unsere Anwesenheit aggressiv. Es möchte uns partout nicht vorbeilassen - uns bleibt nichts anderes übrig, als aus unseren Kanus auszusteigen. Als wir gerade an Land spazieren möchten, werden wir plötzlich mit wildem Gebärden von unseren Guide zurück ins Wasser dirigiert - an Land grast eine riesige Büffelherde mit bis zu 300 Tieren. Das ist schon ein komisches Gefühl - die Fluchtwege versperrt - vorne ein Hippo und am Ufer eine Büffelherde!!. Wir wählen dann das andere Ufer und fühlen uns hier erstmal in Sicherheit. Die Guides haben unsere Kanus dann um die nächste Biegung und am Hippo vorbeigetragen, während wir uns in der Zwischenzeit an der Kühlbox vergnügen.
Schließlich war es dann soweit und wir können wieder in unsere Kanus steigen. Mir verschlägt es die Sprache als wir in der nächsten Biegung auf drei Löwen treffen, die gerade ihren Durst löschen. Was für ein Erlebnis! Ich denke nicht jede Kanufahrt wird so abenteuerlich sein - aber es ist ein komplett anderes Erlebnis die Tiere ohne die schützende Wand eines Fahrzeugs zu erleben. Sei es per Kanu oder zu Fuß - ein Erlebnis der ganz besonderen Art.
Am nächsten Morgen machen wir eine Fußsafari mit einem Überraschungsfrühstück auf einem Pontonmotorboot. Nach einem Fußmarsch von 3 Stunden gelangen wir wieder ans Ufer und erblicken das besagte Boot mit einem gedeckten Frühstückstisch. Eine gelungene Überraschung. Hier schmausen wir aufs köstlichste während wir langsam in Richtung Camp zurückfahren. und Abschied nehmen von Chiawa.
Anschließend geht es per Boot in einer ca. 50 minütigen Fahrt zum Sausage Tree Camp. Diese Camp liegt auf einem Seitenarm des Zambezi, ein wenig versteckt und ist das perfekte Camp für den verwöhnten Reisenden. Es bietet ein etwas extravagantere Unterkunft - in 6 weißen beduinen Zelten, die sehr geschmackvoll ausgestattet sind. Diese liegen großzügig voneinander entfernt auf dem Gelände des Camps. Der Kontrast vom dunklen Holz und der weißen Zeltwand verleiht dem Raum ein sehr elegantes Ambiente. Die Betten sind etwas breiter als normale Single- Betten und diese sind kunstvoll mit Mosquitonetzen umhüllt. Das Badezimmer ist quasi formfrei, geschwungen und unter freiem Himmel. Hier kann an vom Bad aus auf das üppige Grün und den Fluß schauen. Es werden mediterrane Farben verwendet , die dem ganzen eine sehr wohnliche Note verleihen. Hier entspannen wir uns zum 1. Mal und genießen ganz einfach die Atmosphäre des Camps. Mit einem Drink in der Hand saugen wir die Natur, die friedliche Stimmung um uns herum auf. Für Honeymooner - ist diese Camp sicherlich die richtige Wahl.
Aktivitäten sind hier ebenso wie im Chiawa Camp, Pirschfahrten, Fuß Safari, Kanufahrten - allerdings
wurde uns gesagt, dass nur lokale Guides engagiert werden und die Qualität deshalb nicht ganz so exzellent sei. Ich kann dies aber persönlich nicht bestätigen, auf einer Fußsafari hatten wir einen sehr sachkundigen Guide .
Das Essen kann hier auch noch herausgehoben werden. Die Küche präsentiert sich modern, extravagant und jung.
Das ganze Camp spiegelt die Persönlichkeit der Manager wieder, die äußerst sympathisch sind. Kate und Rob verstehen es, ein Ambiente zum Wohlfühlen zu kreieren.
Auf unserer Angelsafari am nächsten Morgen sind wir erfolgreich und fangen einen Catfish und einen Tigerfish - leider ist es nicht erlaubt die Fische zu behalten - sie müssen wieder ins Wasser freigelassen
werden. Sehr schade! Auf dem Weg zurück zu unserem Camp sehen wir auf einmal, inmitten des Zambezi einen Sonnenschirm. Eine Fatamorgana? Nein, beim Näherkommen sehen wir, dass auf einer kleinen Sandbank für uns ein Frühstück aufgestellt wurde. Dies ist ein Höhepunkt - ein Picknick im seichten Wasser des Zambezi - großartig! Wir verweilen hier einige Zeit bevor es dann zum Camp zurückgeht und es wieder heißt Abschied zu nehmen.
Wieder per Bootstransfer geht es nun zum Old Mondoro Camp. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Das Camp liegt am Ufer des Zambezi und bietet Unterkunft in 4 einfach ausgestatteten Gras -Cottages. Vom Bett aus genießt man einen freien Blick auf den Zambezi, es gibt keine Fenster, nur nackte Rahmen, die in der Nacht auf Wunsch mit Stoffrolos geschlossen werden können.
Diese ist ein wirkliches Bushcamp - ohne jeglichen Luxus - Es gibt keinen Strom (auch nicht über
Generatoren). Das Wasser für die abendliche Dusche wird über der Feuerstelle erhitzt und abends gibt es im Zimmer sowie im Bad nur Petroleumlampen.
Unter einem Reetach gibt es Sitzgelegenheiten und hier werden auch Mahlzeiten eingenommen, bis auf das Abendessen, das unter freiem Himmel stattfindet. Wie in allen Camps ist alles sehr schmackhaft und nett serviert. Zuvor machen wir es uns um ein kleines Lagerfeuer gemütlich.
Die Atmosphäre ist sehr intim, bei so wenig Gästen nicht verwunderlich. Der Besitzer und Manager der
Lodge, Jason, ist sehr jung und voller Energie.
Dieser Abschnitt des Zambezi ist komplett anders zur Vegetation der anderen beiden Camps. Es gibt so gut wie keine Grasbedeckung - Die Winterakazien dominieren hier - besonders im Sommer wimmelt es hier nur so voller Elefanten, die diese Früchte besonders lieben.
Das ganze Gebiet wirkt wie ein großer Park, sehr übersichtlich und nicht so dicht bewachsen, was für Tierbeobachtungen natürlich sehr günstig ist.
Aktivitäten, die hier angeboten werden, vor allem Fuß-Safaris und Pirschfahrten. Es gibt hier keine Wasseraktivitäten. Das Bush- Camp wird auch normalerweise nur in Kombination mit Chiawa oder Sausage Tree Camp gebucht. Es ist ein Joint Venture der beiden Besitzer und wird von beiden zusammen
gemanagt.
Auf unsere Nachmittagssafari sehen wir unseren ersten Leoparden auf Jagd, ein wirkliches Prachtexemplar - über 20 Minuten können wir die Raubkatze verfolgen..
Am nächsten Morgen geht es dann nach einer frühen Pirschfahrt und Frühstück zum Flugplatz. Fast verpassen wir unseren Flieger, da wir auf dem Weg ein Rudel von Wildhunden finden. Im Lower Zambezi gibt es nur drei Gruppen von Wildhunden. Es gibt ein Wildhundeprojekt, das vom Old Mondoro Camp aus geleitet wird. Das war ein schönes Erlebnis.
Wir fliegen nun zum nächsten Nationalpark, zum ältesten und größtem Park Zambias und eines der
größten Tierschutzgebiete Afrikas mit 20.000 km2, der Kafue N. P. Der Flug dauert 90 Minuten.
Es gibt hier den Kafue River und zwei Nebenflüsse Lufupa uhnd Lunga River.
Der Park liegt auf einem Plateau bis zum 1.470m hoch. Es ist hier im Killermonat Oktober am erträglichsten mit angenehmen Temperaturen, jedoch im Winter, Juni wird es hier empfindlich kühl. Die Vegetation besteht aus Miombowald, Grasflächen, die extrem stark an die Serengeti erinnern und Überflutungsflächen, die wiederum an das Okavango Delta erinnern. Die Flussvegetation ist nicht besonders breit, aber dafür sehr lang Die Vegetation ist sehr tropisch, die Bäume ragen ins Wasser hinein, man sieht kaum Sandbänke, alles ist überwachsen und erinnert fast ein wenig an das Amazonas Gebiet. [U]Der Lunga River sieht extrem sauber aus, man kann stellenweise bis auf den Grund schauen[/U]. Es wimmelt hier nur von Krokodilen. Dieser Park ist eine hervorragend Empfehlung für die Reisenden, die weit weg in einem der entlegenen und fast menschenleeren Gebiet des Landes, Weite, Ruhe und Natur erleben möchten. Es ist extrem einsam und es gibt auch kaum Straßen, dabei befinden wir uns hier im Norden, im bereits erschlossenem Teil. Der Süden ist noch weniger erschlossen, durch die enorme Größe bedingt, lernen wir diesen auch nicht kennen.
Schon von der Luft aus haben wir bemerkt, dass es überall Feuerstellen gab. Hier handelt es sich um begrenzte und kontrollierte Feuer. Sie tragen zum Erhalt bestimmter Vegetationsformen bei und hier herrscht auch die größte Tierdichte. Unser Ziel ist die Lunga River Lodge, die wir nach kurzen Transfer erreichen.
Dies ist nun wirklich eine Lodge und kein Camp, also um einiges luxuriöser , mit gepflegter Gartenanlage mit Blumenbeete, einem kristallklarem Pool. Es gibt sogar auch einen kleinen Massagesalon und der Masseur ist der Manager Ed persönlich. Dieser ist überhaupt ein Allround- Talent. Alle Unterkünfte, die Cottages, die Möbel, die Bar, sind seine Kreation. Ein Mann mit viel Phantasie und einer nicht endenden Energie. Die positive Stimmung macht sich im Team bemerkbar.
Es gibt eine Bar mit einer Aussichtsplattform, die über den Fluss gebaut ist. Hier kann man gemütlich
sitzen und die Vögel beobachten. In einem gemütlichen Leseraum unter Reedach findet man viel Literatur und eine gigantische Afrika- Landkarte. Der Speiseraum ist ebenfalls riedgedeckt, hat aber eine offene Veranda, so dass man das Dinner auch unter dem offenen Himmel einnehmen kann.
Die Unterkunft ist in 6 riedgedeckten Chalets, die komplett renoviert werden. Wir hatten das Glück die
bereits fertige Honeymoon Suite zu bekommen. Diese besteht aus einem riesigem Bett mit Mosquitonetz,
einem luxuriösem Bad und einer Terrasse, die in den Lunga ragt,. Es gibt eine Badewanne und
bequeme Stühle. Das Cottage ist perfekt ausgestattet, nur könnte das enorme Bett vielleicht etwas kleiner sein, oder aber das Cottage größer sein.
Das Essen ist hier Weltklasse. Ich denke, hier wurde das beste Essen geboten. Mediteran, leicht und schön dargeboten.
Aktivitäten die hier angeboten werden sind Bootstouren und Kanufahrten, sowie Pirschfahrten und
;Fußsafaris. Wir haben uns für eine Sundowner Fahrt auf den Lunga entschieden und haben mit einem Gin Tonik und kleinen Snacks einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen.
Am nächsten Morgen sind wir dann in der Frühe zum Schwestercamp - Busunga Busch Camp gefahren. Eine abenteuerliche Fahrt von 6 Stunden, durch schöne Waldlandschaft. Mit jedem Kilometer begibt man sich tiefer hinein, in abgelegene Gebiete, die ursprünglich und einsam sind.
Hier dachte ich tatsächlich, ich befinde mich in der Serengeti, man fährt stundenlang durch Graslandschaft es gibt nur eine einzige Straße und die Tse Tse Fliegen werden ganz schön zur Qual. Wir bedecken uns von Kopf bis Fuß. Es ist außerdem extrem kalt, unser Guide trägt eine dicke Daunenjacke und Handschuhe.!!
Die Busunga Plains sind riesige Überflutungsflächen, die fast vollständig mit Gras bewachsen sind. Im
zambezischen Sommer ist die Fahrt hierher nicht möglich, im Winter ist die Ebene ausgetrocknet, so
dass sich die zahlreichen Wildtiere in dieser Zeit an den Lagunen und am Fluss einfinden. Eine perfekte
Jahreszeit um Raubtiere zu beobachten. Die Fahrt ist tückisch, - der letze Regen fiel im April - und dennoch müssen wir einen Umweg von 2 Stunden aufnehmen um nicht im black cotton soil steckenzubleiben. Hier sollte man nur mit Guides fahren- auf eigener Faust ist man sonst in der Falle..!!
Das Busunga Bush Camp ist ideal in die Landschaft integriert. Es liegt auf einer kleinen Erhöhung
versteckt zwischen Bäumen und Palmen inmitten der Busanga Plains. Es ist noch einfacher als das Old Mondoro Camp, d.h. das Feeling ist hier noch uriger. Die 4 Chalets sind stroh- und reedgedeckt. Angeschlossen sind eine Buschdusche und eine Buschtoilette. Die Dusche besteht aus einem Zelteimer, der mit heißem Wasser gefüllt wird. Die Toilette ist eine Trockentoilette .Das Zimmer selber ist einfach eingerichtet , bis auf einem kleinen Bettvorläufer gibt es keinen Teppich. Der Boden besteht komplett aus Erde (Black Cotton Soil)
Der Essbereich und die Bar. Liegen unter schattigen Palmen und sind mit sehr einfachen Möbeln, trotzdem komfortabel eingerichtet.
Das Camp ist ein Bush Camp par excellence, näher kann man der Natur kaum sein. Das Camp muss nach jeder Saison komplett abgebaut und abtransportiert werden, alleine deswegen kann man keine feste Konstruktion in Betracht ziehen.
Die Mahlzeiten werden im Speisezelt eingenommen. Es gibt hier auch wieder eine Leseecke von der man einen weiten Blick hinaus auf die offene Busanga Ebene hat. Hier kann man im Schutze des Zelts und des Dickichts der Bäume, Geparden bei der Jagd beobachten und Herden von Lechwes und Pukus.
Am nächsten Morgen geht es nach einer frühen Pirschfahrt zurück zur Lunga River Lodge, Die Lodge
erscheint uns nach dem Camp auf den Busunga Plains wie der reinste Luxus.!!
Unseren letzten Nachmittag verbringen wir ruhig. Mit einem grandiosem Sonnenuntergang bei unserer
Nachmittagspirsch verabschieden wir uns von diesem grandiosem Park .
Am nächsten Morgen heißt es wieder früh aufstehen. Um 6:00am fliegen wir nach Lusaka und zwei Stunden später befinden wir uns auf unserem Heimflug mit British Airways zurück nach Deutschland.
Ende einer wundervollen Reise.
[U]Fazit:[/U]
Zamiba ist Afrika pur. Es ist für alle die Reisenden zu empfehlen, die ein authentisches Afrika ohne unnötigen Luxus erleben möchten. Eine umwerfende Natur mit einer extremen Vielfalt an Tieren und Vögeln. Hier erfahren Sie ein sehr persönliche Betreuung in kleinen und intimen Camps, die fast ausschließlich von den Besitzern selbst geführt werden. In Zambia ist die Fußafari entstanden und Gäste die hierauf großen Wert legen finden, finden hier die perfekten Voraussetzungen.
Der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen und ist jungfräulich. So könnte Botswana vor 20 Jahren gewesen sein - wo Zambia in 20 Jahren stehen wird und was die Zukunft dem Land bringen wird, das steht in den Sternen. Ich kann nur allen interessierten Reisenden wärmstens empfehlen so schnell wie möglich diese Perle Afrikas kennenzulernen.
[Dieser Eintrag wurde am 16.02.2005 um 12:29 editiert.]