Archiv: Juli 2004

Jul 22 2004

Brandberg und Twyfelfontein - Verbesserungen

Geschrieben von admin in: Namibia

Neue Stufen und Bänke zum Ausruhen sollen auf dem Weg zur ,,Weißen Dame” entstehen. Für 14 Tage können Touristen die berühmte Felszeichnung nicht besuchen. Bei Twyfelfontein sind Renovierungsarbeiten an den Wegen zu den Felsgravuren im September geplant.

,,Wir mussten die EU-Gelder im Rahmen des Tourismus- Entwicklungsprogramms für bestimmte Projekte nutzen, da sie ansonsten weggefallen wären. Da der Prozess jedoch einige Zeit in Anspruch nahm, um die nötige Planung zu vervollständigen und die Renovierungsarbeiten genehmigt zu bekommen, werden die Bauarbeiten am Brandberg und bei Twyfelfontein unglücklicherweise in die Haupttourismuszeit fallen”, sagte Ed Humphrey, Projektkoordinator des Tourismus-Entwicklungsprogramms beim Ministerium für Umwelt und Tourismus gegenüber der AZ. Es handelt sich bei den Ausbesserungs- und Bauarbeiten aber nur um kleinere Arbeiten, die sich nicht schwerwiegend auf die Besucher auswirken sollten, meinte Humphrey. Vom 25. Juli bis 7. August wird die Maack-Grotte, in der Namibias berühmteste Felszeichnung zu finden ist, für Besucher geschlossen sein. Die restlichen Felszeichnungen in der Tsisab-Schlucht sind jedoch zugänglich. Erodierte Wege werden ausgebessert, an steilen Stellen Stufen eingerichtet und Geländer angebracht, Kies gegen Staub ausgelegt und in der Maack-Grotte eine Plattform gebaut, von der die Felszeichnung betrachtet werden kann. An bestimmten Stellen werden Besucher zukünftig eingeschränkt werden, um zu vermeiden. dass sie auf Felsen umherklettern und die wertvollen Felszeichnungen beschädigen. Beaufsichtigt werden die Arbeiten von dem bekannten Archäologen Dr. John Kinahan und Trevor Nott.

Bei Twyfelfontein sollen ebenfalls neue Aussichtsplattformen entstehen, die Wege ausgebessert und ein neues Besucherzentrum errichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,2 Millionen Namibia-Dollar, sagte Humphrey. Für die Arbeiten am Brandberg sind N$ 200000 vorgesehen und für die Ausbesserungsarbeiten der Wege bei Twyfelfontein N$ 350000. Fast die Hälfte der bereitgestellten Summe dient der Errichtung des Tourismuszentrums bei Twyfelfontein, so Humphrey. Die Arbeiten bei Twyfelfontein werden zwei bis drei Monate dauern. Staub sei im Augenblick das größte Problem für die Felszeichnungen und -gravuren, aber es sind keine Reinigungsarbeiten dieser nationalen Kunstwerke geplant. ,,Wir wollen verhindern, dass zukünftig zuviel Staub aufgewirbelt wird und hoffen, dass Regen bald die Felszeichnungen auf natürliche Art säubert”, meinte Humphrey. Die Säuberung der Zeichnungen könnte nur von Experten durchgeführt werden, eine Arbeit, die in dem Etat nicht vorgesehen ist. Sämtliche Touristenführer, die an den beiden Stellen tätig sind, die unter Denkmalschutz stehen, werden in der nächsten Zeit eine Ausbildung in Archäologie erhalten. Seit längerem dürfen Touristen nur noch in Begleitung von Führern die Felszeichnungen und -gravuren besuchen. 10000 Touristen besuchten im vergangenen Jahr die ,,Weiße Dame” und etwa 35000 Twyfelfontein.

Aus: Allgemeine Zeitung 19.07.2004, Autor: Dirk Heinrich

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Jul 20 2004

Gochas: Campingplatz auf Kalahari - Düne

Geschrieben von admin in: Namibia

Der Red Dune Campingplatz liegt 37km südlich von Gochas auf der C15. Am besten man bucht diesen Camp vorab, da es nur den einem Platz auf der Düne gibt. Ansonsten kann man auch direkt beim Farmhaus auf den Rasen zelten. Schöner ist es natürlich dort oben auf der Düne. Dusche und Toilette vorhanden. Preis N$50 pp. Farm Tranendal - Pieter & Marieta Liebenberg - Tel/Fax +264-63-250164 - email: mariet@iway.na, Erfahrungstipp von Cony im Namibia - Forum

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Jul 10 2004

Info-Zentrum in Uis eröffnet

Geschrieben von admin in: Namibia

Reisende, die zwischen Swakopmund und Etosha unterwegs sind, haben einen weiteren guten Grund, in Uis zu stoppen. Am vergangenen Wochenende haben EU-Botschafter Antonius Brüser und Oberhaupt der dort lebenden Gemeinschaft, Elias Thaniseb, das Mehrzweck-Informationszentrum eröffnet. In dem Zentrum erhalten Touristen Informationen zur Region und können Wandertouren mit den “Dâureb Mountain Guides” auf den Brandberg buchen. Dâureb ist Khoekhoegowab und bedeutet soviel wie “brennend”; es bezieht sich auf den auf den nahe gelegenen Brandberg, der den höchsten Gipfel Namibias hat und Tausende Fundstellen an Felskunst beherbergt. In dem Info-Zentrum kann man auch Unterkünfte der vor einem liegenden Etappen buchen. Im Dâureb Craft Centre ist Kunsthandwerk aus der Umgebung zu kaufen. Außerdem gibt es dort vier Toiletten mit Spülung.

Das Zentrum wird von der Tsiseb Conservancy (Hegegemeinschaft) betrieben, die vor einem Jahr mit Hilfe eines vergünstigten Kredits des “Green Funds” der Commercial Bank of Namibia das Grundstück dafür erworben hat. Die Europäische Union hat den Bau finanziert. Die Gebäude wurden mit Unterstützung der Baufirma Wooden Ways und der Namibia Community-Based Tourism Association (NACOBTA) errichtet. Im Zentrum sollen noch ein Internet-Service (`Desert Computer Line`) und das Café `Vicky”s Place” eröffnet werden. (Sven-Eric Kanzler, Bush Telegraph CC)

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Jul 10 2004

Geheimnis um Wilde Pferde der Namib gelüftet

Geschrieben von admin in: Namibia

Die Wilden Pferde bei Garub westlich von Aus im Süden Namibias stammen höchstwahrscheinlich zum größten Teil von Pferden der südafrikanischen Armee ab. Zu diesem Schluss gelangte der Geschäftsführende Direktor von Nature Investments, Mannfred Goldbeck, der zurzeit für sein geplantes Buch über Pferde im Südlichen Afrika recherchiert. Während des Ersten Weltkrieges, so Goldbeck, hätten die südafrikanischen Truppen mit rund 10.000 Mann und 6.000 Pferden bei Garub gelagert. Ein deutscher Pilot sei vom Flugplatz Aus mit seinem Doppeldecker gestartet und habe Bomben in das feindliche Lager und unter eine Herde von etwa 1.700 weidende Pferde geworfen. Goldbeck stützt sich auf das Buch “Feldzug in Südwest” von Hans von Oelhafen, das 1923 erschien ist. Da die Südafrikaner den zurückweichenden Deutschen hart auf den Fersen bleiben wollten, so die Vermutung Goldbecks, sei wohl kaum Zeit geblieben, alle versprengten Tiere wieder einzufangen. Über die Herkunft der Wilden Pferde wurde spekuliert, seit in den Zwanziger Jahren erstmals Berichte über ihre Existenz erschienen waren. Heute sind sie eine Touristenattraktion auf dem Wege nach Lüderitz. Mit etwas Glück kann man einige der 135 Tiere an der Wasserstelle etwa 20 km westlich von Aus beobachten. Mehr Infos zu den Wilden Pferden auf www.wildhorses-namibia.com. (Sven-Eric Kanzler, Bush Telegraph CC)

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