Archiv: November 2004

Nov 30 2004

Ein Reiseerlebnis mit Mama Zacharias

Geschrieben von admin in: Zypern

Leser Dr. Reinhold Schmunk war auf Zypern und berichtet unter anderem von seinem Treffen mit dem „unvergleichlichen“ Mama Zacharias, siehe Reisehandbuch „Zypern“ S. 316 bis 318.
Ihre Cony Ziegler

„….Inzwischen bin ich seit 11 Jahren mit einer Georgierin verheiratet, spreche demzufolge auch ein wenig georgisch und ziemlich fließend russisch, was mir den Kontakt zu dem unvergleichlichen Mama (das bedeutet Vater im Georgischen!) Zakaria natürlich erheblich erleichtert hat. Insofern hat mich die typisch georgische Gastfreundschaft nicht so sehr überrascht, wohl aber die Tatsache, dass inzwischen etwa 3000 Georgier auf Zypern leben. Unser letztes georgisches Gastmahl (Picknick im Freien am Strand von Agarka) vereinigte außerdem auch noch ein anderes junges deutsches Pärchen aus Dortmund, das Mama Sakaria an einer Kirche in Pafos aufgelesen hatte, mit einigen seiner georgischen Schäfchen. Sowohl nach dem Gottesdienst an der Ruine der georgischen Kirche (siehe das Foto in Ihrem Reiseführer) im Wald bei Gialia als auch während des Picknicks hatte ich als Dolmetscher allerhand zu tun - für die nicht georgisch verstehenden Leute!
…..
Vielleicht interessiert es Sie noch, dass wir auf einer organisierten (recht lohnenswerten) Jeep Safari (35.- L / Person) durch die Akamas Halbinsel (natürlich die Avagas Schlucht, Lara Bay: greenback turtles “gemacht”) in einem urigen Landgasthof in der Nähe der Reptilienfarm sehr gut mit einheimischen Speisen und Wein bewirtet wurden.

Auch im märchenhaft anmutenden Wein- und Folkloredorf mit Kloster Omodos, das wir mit einem recht preiswerten Mietwagen (Holiday Autos, München : 123.- € / Woche über Europcar Andy Spirou Group: der 3-Türer Subaru Vivo wurde “upgegradet” zum 4-türigen Renault Megane mit Klimaanlage) hat uns die Gastronomie (im wine cellar restaurant “The Katoi”; Tel.: 25 42 12 30) und die Gastfreundschaft sehr angetan. Von dort aus wurden uns auch recht preiswerte Unterkünfte gleich nebenan gezeigt.

Auf den Olymp konnte man bis zu den Militärbasen auf fast 1950 m hoch fahren.

Empfehlenswert ist sicher auch das Forst- und Umweltzentrum (schönes Diorama) von Platres, wo man u.a. einen 10-minütigen Film über das Troodos Gebirge mit seiner teilweise endemischen Pflanzen- und Tierwelt gezeigt bekommt.

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass eine große Anzahl russisch sprechender Leute, zumindest in den größeren Städten (fast alle Lokale bieten auf russisch geschriebene Speisekarten an, viele KellnerInnen sprechen russisch) anzutreffen ist. Mir wurde erzählt, dass die armen Russen als Bedienstete arbeiten (was wir tagtäglich erlebt haben) und die reichen (sogenannten neuen Russen) hier ihr Geld waschen.

Wie bereits erwähnt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im *** King Richard (Neckermann) nach wie vor hoch und für Leute mit kleinerem Geldbeutel unbedingt zu empfehlen. In der zweiten Woche war eine ganze Busladung griechisch-deutscher Rentner im Hotel untergebracht. Natürlich wurde sofort ein griechischer Tanzabend veranstaltet.

Allgemein ist natürlich die britische Prägung der Insel nicht zu übersehen (siehe Linksverkehr!).
Insgesamt hat uns Zypern ausnehmend gut gefallen, wenn auch das Preisniveau erstaunlich hoch ist. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich (wir) wiederkommen werden.

Falls Sie das eher tun, grüßen Sie insbesondere Mama Zakaria ganz herzlich von mir bzw. von uns.
Im übrigen gratuliere ich Ihnen zu dem für mich besten Reiseführer über Zypern, den ich dort immer empfohlen habe und auch hier in D weiter empfehlen werde!

Gultbili salmebi (herzliche Grüße),

Ihr
Dr. Reinhold Schmunk“

(pensionierter Chemiker und freiberuflicher Reiseberater, insbesondere für den Kaukasus und Neuseeland bei TravelNet, Bochum: www.travelnet-online.de /reinhold.schmunk)

[Dieser Eintrag wurde am 21.02.2005 um 14:38 editiert.]

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Nov 20 2004

Windhoek: Restaurant am Weinberg - der neue Insidertipp

Geschrieben von admin in: Namibia

Adresse:
Jan Jonker Weg 13
Klein Windhoek. Geöffnet Dienstag - Sonntag 09.00h - 22.00h, gutes, sicheres Parken

In früheren Zeiten gab’s hier tatsächlich ein Weingut, heute werden dagegen im historischen Ambiente gute südafrikanische Weine genossen. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Hier kann man bereits zum Frühstück einkehren und u. a. Farmbrot und Croissants genießen. Zur Mittagszeit gibt es leckere Menus, die auch etwas ausgefallen sind, wie z. B. Hühnerbrust in Curry mit Honig und Früchten. Nachmittags kann man auf der Terrasse Tee und Kaffee genießen später geht man zu Cocktails über…Und abends steht eine moderne, gesunde Küche bereit, die ausgefallen ist und nicht an die sonst typische “Fleischküche” Namibias erinnert. Daß dahinter Profis stehen, wird jedem Gast sofort bewußt: Stephan Janert hat in renommierten Steigenberger - Hotels seine Sporen verdient und avancierte sogar zum Ausbilder für den Kochnachwuchs. Tendenziell verbindet seine Kochrichtung europäische und asiatische Elemente. Bianca Ehlig ist für den bemerkenswerten Service verantwortlich.
In den Räumen stellen lokale Künstler ihre Exponate aus, die man auch hier kaufen kann. Eine Empfehlung für alle, die ein besonderes Genuß - Erlebnis suchen.

[Dieser Eintrag wurde am 23.02.2005 um 08:52 editiert.]

[Dieser Eintrag wurde am 23.02.2005 um 08:53 editiert.]

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Nov 18 2004

“The Wirtschaftswunder” ohne die Deutschen

Geschrieben von admin in: Südafrika

Erst ganz langsam beginnt den Südafrikanern zu dämmern, dass sie womöglich zu den Gewinnern der Globalisierung gehören. Denn alles, was einst gegen den ehemaligen Apartheidsstaat am Kap sprach, hat sich zurzeit scheinbar ins Gegenteil verkehrt.

Die starke Fragmentierung der südafrikanischen Gesellschaft wird so plötzlich zu einem Wettbewerbsvorteil. Längst verloren gegangene, aber traditionell starke Verbindungen der ,,Rainbow Nation” nach Ostasien, Indien und den angelsächsischen Sprachraum werden wieder belebt und jahrzehntelang ruhende Netzwerke werden neu geknüpft. Analysten sprechen mittlerweile ganz offen von ,,The Wirtschaftswunder” in Südafrika, wobei sie gar keinen Hehl daraus machen, wie sehr sie die Dynamik dieser Entwicklung teilweise selbst überrascht.

Mit viel Selbstbewusstsein weisen Internetportale wie www.business.iafrica.com auf beeindruckende Eckdaten der südafrikanischen Wirtschaft hin. Zugleich kritisieren sie die nach wie vor geltende Ignoranz der internationalen Wirtschaftsdienste wie Bloomberg oder CNN, die ,,ganz routiniert” Marktdaten aus dem südlichen Afrika ignorieren. Auch der Sender BBC musste kürzlich einen Bericht relativieren, nach dem Thailand im Jahr 2003 weltweit der leistungsfähigste Schwellenmarkt war. Süffisant wurde die British Broadcasting Corporation von südafrikanischen Ökonomen darauf verwiesen, dass dieser Bericht nur zustande gekommen sei, weil man afrikanische Daten ,,wie immer” beiseite gelassen habe. Tatsächlich habe Südafrika schon im vergangenen Jahr weit bessere Leistungsdaten vorzuweisen gehabt als Thailand, so die Experten.

Aber diese Form der Kritik spiegelt ein Luxusproblem wieder, auf das der kleine Nachbar Namibia nur mit Neid blicken kann. Hier ist man von einem ,,Wirtschaftswunder” noch Lichtjahre entfernt, obwohl doch ausgerechnet die Deutschen, die diesen Begriff einst geprägt haben, traditionell starke Verbindungen zu Namibia haben.

Namibia hat das Pech, dass das Wort ,,Globalisierung” in Deutschland noch gar nicht verstanden wird. Für die Deutschen bedeutet es ,,Gefahr”, ,,Konkurrenz”, ,,Jobverlagerung”, ,,Billiglohnländer”und ,,Verschwörung” der Großkonzerne, so wird es zumindest von den deutschen Leitmedien transportiert. Der Bundesverband der Deutschen Industrie, BDI, hat im vergangenen Jahr ein Strategiepapier veröffentlicht, in dem der Mittelstand, das Herz der deutschen Wirtschaftskraft, aufgerufen wird, sich doch endlich dieser Vorurteile zu entledigen und die Globalisierung als Chance zu begreifen.

,,Die deutsche Wirtschaft darf sich dieser Entwicklung nicht verschließen. Unsere (?) Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Geschäftsmöglichkeiten aufgrund unzureichender Informationen nicht erkannt und aufgegriffen werden” heißt es in der BDI-Publikation ,,Wohlstand durch Handel und Investitionen weltweit”.

Gefruchtet hat dieser Aufruf nicht, das zeigt zum Beispiel das Handelsvolumen der deutschen Wirtschaft mit dem südlichen Afrika, das seit Jahren, wie in Stein gemeißelt, kümmerliche ein Prozent beträgt. Symbolhaft steht diese Zahl für ein Land, das standhaft ignoriert was in der Welt zurzeit passiert. Jürgen E. Schrempp, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG und zugleich Vorsitzender und Schirmherr der Safri-Initiative (Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft), ist deshalb nicht zu beneiden. Nach eigener Aussage ist das Ziel der Safri ,,das Augenmerk der deutschen Öffentlichkeit auf das wirtschaftliche Potenzial der 13 Länder der Southern African Development Community (SADC) zu lenken”. Denn: ,,Für diese Region werden bedeutende Wachstumsraten vorausgesagt. Sie wird sich in den kommenden Jahren schrittweise zu einem sehr interessanten Markt mit rund 225 Millionen Menschen entwickeln”, so Schrempp.

Aus: Allgemeine Zeitung, Windhoek, 17.11.2004, Stefan Grüllebeck

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Nov 16 2004

Waterberg: Neue Waterberg Plateau Lodge

Geschrieben von admin in: Namibia

Die neue Waterberg Plateau Lodge liegt in einem Hochtal unterhalb der Waterberg Kante mit einem atemberaubenden Blick in die Omaheke Wüste. Hier wurden exclusive Bungalows mit eigenem “plunge - pool” gebaut. Ein echter neuer Tipp für Naturliebhaber ! Von der Lodge aus werden mehrstündige Wanderungen durch das Naturschutzgebiet des Waterberg Plateaus unternommen.

[Dieser Eintrag wurde am 23.02.2005 um 08:55 editiert.]

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Nov 15 2004

Swakopmund: Dampfmobil

Geschrieben von admin in: Namibia

Erst rollte er auf einem Tieflader durch die Straßen von Swakopmund, dann wurde er vor den Toren der Küstenstadt wieder auf seinen bekannten Platz gehievt: Martin Luther ist zurück. Mit der Heimkehr am vergangenen Freitag bekam Swakopmund und Namibia ein technisches Denkmal zurück, das in den vergangenen 17 Monaten beim unweit gelegenen Namibian Institute of Mining and Technology (NIMT) aufwändig restauriert wurde. Finanziell hat sich daran auch die Deutsche Botschaft beteiligt, und so war die Heimkehr der Dampfmaschine eingebettet in die andauernden Deutschen Kulturwochen 2004 in Namibia. Die Swakopmunder und Besucher aus anderen Städten, darunter verschiedene Ehrengäste, nahmen ihr Denkmal mit Freude in Empfang.

Aus: Allgemeine Zeitung Windhoek, 15.11.2004

[Dieser Eintrag wurde am 23.02.2005 um 09:00 editiert.]

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Nov 09 2004

Artikel Welt am Sonntag 07.11.2004

Geschrieben von admin in: Zimbabwe

Das Land steckt in seiner dramatischsten Nahrungsmittelkrise. Laut Amnesty International sind Zehntausende vom Hungertod bedroht, falls sich die Regierung weiterhin weigert, Lebensmittel zu importieren und die Preise zu senken. Doch Mugabes Partei, ZANU-PF, kennt keine Gnade und streitet Probleme ab. Von “Rekordernten” spricht Präsident Mugabe unbeirrt. “Wir wollen nicht an ausländischem Essen würgen.”

Seine Partei will sich durch die Not der Menschen Stimmen für die parlamentarischen Wahlen im März 2005 sichern. Wer überleben will, muß schnellstens Mitglied der ZANU-PF werden.

In der zweitgrößten Stadt, Bulawayo, sind im vergangenen Jahr bereits 161 Einwohner verhungert. Mugabe behauptet jedoch, solche Meldungen basierten auf “teuflischen Ideen” von Simbabwes ehemaligen Kolonialherren Großbritannien.

Die Probleme für Simbabwes Landwirtschaft begannen, nachdem die Regierung Ländereien von mehr als 4200 produktiven, weißen Landwirten beschlagnahmte, aber versäumte sicherzustellen, daß die Felder vom Rest der Bevölkerung erfolgreich bewirtschaftet werden können - es fehlte an Saatgut, Dünger und Diesel für Traktoren. Jetzt liegt der Großteil der Felder brach.

Die Maisernte soll in diesem Jahr zwischen 600 000 und 900 000 Tonnen geringer als erwartet ausfallen und damit acht Millionen Menschen dem Hunger aussetzen. Nur mickrige 28 000 Tonnen Saatgut sind auf dem Markt, obwohl der Bedarf mindestens 100 000 Tonnen beträgt.

Anstatt den wirtschaftlichen Aufschwung zur Priorität zu machen, hat sich Mugabes Regierung auf die gewaltsame Unterdrückung ihrer politischen Gegner, der Zivilbevölkerung und der unabhängigen Presse konzentriert. Seit sich die Wirtschaft im freien Fall befindet, haben bereits mehr als eine Million Einwohner das Land verlassen. Die meisten Emigranten gehören zu Simbabwes gebildeter und wirtschaftlich aktivster Bevölkerungsschicht.

Sogar für Anhänger Mugabes sind Grundnahrungsmittel im ehemaligen “Brotkorb Afrikas” zunehmend unerschwinglich. Der Preis von Mais ist vergangenen Monat um zehn Prozent gestiegen. Nahrungsmittel wie Brot, Zucker und Seife sind nur überteuert auf dem Schwarzmarkt erhältlich.

Während die erste, offizielle Runde der Landreform für die Vertreibung weißer Landwirte sorgte, hat Mugabe vor einigen Monaten eine zweite, inoffizielle Runde eingeläutet, in der er und seine Gefolgschaft die besten Stücke des Farmlands an sich selbst verteilen. Mugabe ist drauf und dran, Simbabwes Wirtschaft in Kürze den Todesstoß zu versetzen. Er will Milliarden Simbabwe-Dollar (1000 Dollar sind 0,14 Euro) als Wiedergutmachung an ehemalige politische Gefangene aus dem Befreiungskrieg zahlen. In Wahrheit sind die Mittel Bestechungsgelder und ein weiterer Trick durch den sich die Regierung Unterstützung für die Wahlen erkaufen will. Eingeplant sind diese Gelder im Regierungshaushalt nicht.

[Dieser Eintrag wurde am 16.02.2005 um 12:40 editiert.]

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Nov 05 2004

“Diätwunder” aus der Kalahari Wüste

Geschrieben von admin in: Namibia

Es sind die San, die Ureinwohner Namibias, denen die Entdeckung des Hoodia Kaktus zu verdanken ist, der heute als hoffnungsvolles Mittel zur Gewichtsreduktion gilt. Die Überlebenskünstler der südafrikanischen Wüste sind traditionell ein Volk der Jäger und Sammler. Sie essen den Hoodia Kaktus, um während der tagelangen Jagd nach Kudu-Antilopen ihren Hunger und Durst zu stillen. Wiederentdeckt wurde die Wirkung des Kaktus in den 60er Jahren von südafrikanischen Soldaten, welche die San als Fährtenleser im Angola Krieg einsetzten. 1996 erforschten südafrikanische Wissenschaftler die Pflanze und gaben dem appetitzügelnden Wirkstoff den Namen “P57″. In einer ersten, kleinen Studie konnte der Erfolg des Stoffes nachgewiesen werden. Dennoch ist bis heute die genaue Wirkungsweise des Hoodia Kaktus unklar. Für 2005 sind noch weitere Studien zu “P57″ geplant - ab 2007 soll der Appetitzügler dann als Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt kommen. Davon werden auch die San profitieren, denn mit Hilfe von Regierung, Industrie und internationalen Organisationen konnten die Rechte der San durchgesetzt und eine Gewinnbeteiligung vereinbart werden.

[Dieser Eintrag wurde am 23.02.2005 um 09:06 editiert.]

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Nov 05 2004

Modernste Sternwarte der Welt in Namibia eröffnet

Geschrieben von admin in: Namibia

Inmitten der namibischen Steppe suchen internationale Wissenschaftlicher nach hoch energetischer Strahlung aus dem All. Ziel ist es, die physikalischen Zusammenhänge des Kosmos zu erkennen und besser zu verstehen. Nach dreijähriger Bauzeit eröffnete Ende September die modernste Sternwarte der Welt auf der Farm Göllschau, etwa 100 Kilometer südwestlich von Windhoek, ihre Pforten. Auf der 1800 Meter hoch gelegenen Farm erheben sich vor dem Hintergrund der afrikanischen Steppe vier so genannte Tscherenkow Teleskope - riesige, rote Stahlträger mit komplexen Spiegelkonstruktionen, die lichtschwache bläuliche Blitze registrieren. Diese entstehen beim Eintritt von Gammastrahlen in die Erdatmosphäre. Woher diese Gammastrahlung kommt, weiß bis heute niemand. Mit Hilfe des High Energy Stereoscopic System (H.E.S.S.) erhoffen sich die Wissenschaftler nun das Rätsel der Gammablitze zu lösen. Die Forschungsbedingungen in Namibia sind ideal: Das dünn besiedelte Land ermöglicht einen ungetrübten Blick auf den Sternenhimmel und das milde Klima lässt ganzjährige Forschungen zu.
Das Konzept für das internationale Projekt entstand bereits 1996 im Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. 1998 wurde dann die internationale Kooperation zwischen 70 Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, England, Irland, Tschechien, Armenien, Namibia und Südafrika geschlossen. Insgesamt wurden in das Projekt 7,6 Millionen Euro investiert.

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Nov 02 2004

Fahrsicherheitstraining auf Ababis

Geschrieben von admin in: Namibia

Mit Spaß zu mehr Fahrsicherheit

Schotterstraßen, Sandwege, Betonstraßen mit Schlaglöchern - das namibische Wegenetz verlangt Autofahrern einiges ab. Auf der Farm Ababis kann das sichere Fahren trainiert werden.

Die Statistiken von Verkehrstoten und -verletzten in Namibia weisen erschreckend hohe Zahlen auf. Meist sind falsche Reaktionen am Lenkrad für die folgenschweren Unfälle verantwortlich. Vor diesem Hintergrund errichten Kathrin und Uwe Schulze Neuhoff auf der Gästefarm Ababis bei Solitaire ein Fahrsicherheitszentrum, das Touristen wie Einheimische für namibische Straßenverhältnisse sensibilisieren und auf Gefahrensituationen im Straßenverkehr des Landes vorbereiten soll. Die Teilnehmer können verschiedene Pakete wählen, von einem vierstündigen Grundkurs über ein Tagesseminar bis zu einem speziellen Programm für Off-Road-Fahrer.

Am 27. November wird die ,,Safety & Offroad Driving Academy” auf dem Gelände der Farm Ababis eröffnet. Noch laufen die Vorbereitungen für die verschiedenen Sicherheitsparcours auf Hochtouren: Pisten werden den tatsächlichen Straßenverhältnissen angepasst, spielerische Herausforderungen wie eine Holzbrücke oder tiefe Löcher konstruiert.

Unter der Anleitung von Trainern, die beim ADAC ausgebildet wurden, soll den Teilnehmern in Theorie als auch vor allem in der Praxis vermittelt werden, wie ihr (Miet-)Wagen in Extremsituationen reagiert und wie sie einem Unfall gegensteuern können. So werden auf der Schotterstraße des Trainingsgeländes kritische Fahrsituationen simuliert, um geeignete Reaktionen einzuüben. Zum Trainingsprogramm auf der Schotterstraße gehören plötzliche Ausweichmanöver, Vollbremsungen und Tipps, wie der Fahrer einen schlingernden Wagen wieder auf die gewünschte Spur bringen kann. Allem voran steht das Motto von Uwe Schulze Neuhoff:,,Wir wollen aus den Teilnehmern keine Rennfahrer machen, die Leute sollen einfach sicherer fahren.”

Die Idee, ein Fahrsicherheitszentrum aufzubauen, kam dem deutschen Farmerpaar, das seit drei Jahren in Namibia lebt, nach eigener leidvoller Erfahrung: Kathrin Schulze Neuhoff hatte sich vor zwei Jahren mit einem Pick-Up überschlagen. Die Angst, die sie daraufhin beim Autofahren begleitete, möchte sie anderen Fahrern ersparen. Nach einem eigenen Sicherheitstraining beim ADAC in Deutschland war die Idee für das Projekt gereift. Inzwischen wurde der ADAC als Partner gefunden, das heißt, das Trainingsprogramm wird in Absprache mit dem ADAC gestaltet. Die Fahrtrainer sind verpflichtet, an Weiterbildungen teilzunehmen.

Wie aber können Touristen, die ein voll gepacktes Programm haben, sowie Namibier und Tourguides, die von ihrem Fahrstil überzeugt sind, für ein Fahrtraining gewonnen werden? ,,Da setzen wir auf Spaß und Abenteuer”, erläutert Uwe Schulze Neuhoff und kündigt an, dass die Kurse, die auf einem landschaftlich reizvollen Gelände mit Blick auf die Naukluft-Berge und die roten Sanddünen der Namib stattfinden, keinesfalls dröge verlaufen werden. Im Gegenteil:,,Wenn die Leute hier ihren Wagen in ungewohnten Situationen fordern können, ist das ein Abenteuer.”

Wer auf noch mehr Abenteuer setzt, kann an einem Off-Road-Training teilnehmen. Hier wird Fahren unter Extrembedingungen in den Sanddünen der Namib, auf einem speziellen Parcours oder an steilen Hängen mit engen Wegen geübt.

Damit Touristen von dem Fahrtraining erfahren, sollten Autovermieter ,,schon im eigenen Interesse” auf das Angebot auf Ababis aufmerksam machen, wünscht sich Schulze Neuhoff.

Ein vierstündiger Grundkurs einschließlich Lunch werde zirka N$ 350 kosten, ein Tagesprogramm rund N$ 600, kündigt Uwe Schulze Neuhoff an. Interessierte können sich direkt an die Farm wenden (www. fahrsicherheitstraining-namibia.de).

Quelle: Allgemeine Zeitung, Windhoek, 30.10.2004, von Anja Wischer)

[Dieser Eintrag wurde am 23.02.2005 um 09:22 editiert.]

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