Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt:
Stand: 20. April 2005
Seit Anfang 2004 verzeichnet der Süden Thailands eine Welle von Anschlägen radikaler Angehöriger der muslimischen Bevölkerungsminderheit gegen staatliche Einrichtungen, worauf die thailändischen Sicherheitskräfte mit Härte reagierten. Militante muslimische Kämpfer drohten auch damit, massiv durch Selbstmordattentate zurückzuschlagen.
Für Thailand muss daher von einer erhöhten Gefahr terroristischer Attentate ausgegangen werden. Ziel dieser Attentate dürften in erster Linie Einrichtungen der thailändischen Sicherheitskräfte oder allgemein des thailändischen Staates sein. Aber auch beliebte Tourismusziele und Urlaubszentren, die Verkehrsinfrastruktur (z.B. Flughäfen) sowie große Einkaufszentren können davon nicht ausgeschlossen werden, insbesondere weil mehrere Terrorgruppen Anschläge auch gegen touristische Reiseziele angedroht hatten.
Von Reisen in und durch die unter Kriegsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla an der Grenze zu Malaysia, die südlichsten Provinzen Thailands, wird aufgrund der anhaltenden Unruhen dringend abgeraten.
Seebeben
Am 28.03.2005 hat sich ein schweres Seebeben vor der Westküste der indonesischen Insel Sumatra ereignet, aber keine grosse Tsunami-Welle ausgelöst und keine Schäden in Thailand angerichtet.
Die durch das Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004 ausgelöste Flutwelle richtete im südwestlichen Küstengebiet Thailands (vor allem in der Zone Khao Lak) sowie den vorgelagerten Inseln (Phuket, auf der östlichen Seite von Phi Phi) schwere Schäden an. Strandnahe Hotels und Infrastruktur in einem ca. 200 Meter breiten Küstenstreifen wurden besonders betroffen, der Wiederaufbau schreitet voran.
Die Flutwelle forderte in der unmittelbaren Küstenregion zahlreiche Todesopfer, deren Versorgung und Identifizierung noch nicht ganz abgeschlossen ist.Die deutsche Botschaft Bangkok und das Honorarkonsulat Phuket stehen weiter zur Betreuung Deutscher vor Ort zur Verfügung.
Die touristische Infrastruktur im Hinterland des südwestlichen Küstengebietes blieb intakt.
Überhaupt nicht betroffen sind die Binnengebiete Thailands (Bangkok, Chiang Mai, Chiang Rai, Mae Hong Son, Ayuttaya usw.) sowie die populären Reiseorte an den Küsten des Golfes von Thailand (Hua Hin, Pattaya, Ko Samui, Ko Chang, Ko Samet, Ko Si Chang, usw.). Interessierten Reisenden wird geraten, sich durch unmittelbare Kontaktaufnahme mit deutschen Reiseveranstaltern oder direkt vor Ort gezielt zu erkundigen, ob ein Aufenthalt am gewünschten Zielort möglich ist.
Bitte beachten Sie auch die allgemeinen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes.
Weitere Hinweise:
Wegen sporadischer Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Myanmar sollten Reisen an die Grenze oder in die unmittelbare Grenznähe nicht, oder allenfalls unter sachkundiger Führung und als Gruppenreise unternommen werden. Im Grenzgebiet zu Kambodscha kann es zu Überfällen durch bewaffnete Banden kommen, die mitunter Menschenleben fordern. Gleiches wird von Trekking-Touren in entlegene nördliche Landesteile gemeldet.
Bei der Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten, vor allem bei Fahrten auf offener See, ist angesichts oftmals mangelhafter Sicherheits- und Rettungseinrichtungen Vorsicht angezeigt.
erschienen: Mittwoch 20.04.05
Das Auswärtige Amt rät dringend, auf Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung zu achten. Reisehinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts.
Quelle: www.auswaertiges-amt.de