Aug
26
2005
Die Zahl der weißen Einwohner in Simbabwe ist um mindestens 80% gesunken und beläuft sich auf deutlich weniger als 50000. Das geht aus einer Studie hervor, deren vollständigen Ergebnisse jetzt in der staatlich gesteuerten Zeitung Herald veröffentlicht worden sind. Unabhängige Analysten gehen sogar von weniger als 30000 Weißen aus, da die Zahlen auf einer im August 2002 vorgenommenen Erhebung basieren und seitdem die von Präsident Robert Mugabe forcierte ,,schnellen” Landreform weiter vorangetrieben worden ist. Vor der Unabhängigkeit im Jahr 1980 hatten rund 293000 Weiße, hauptsächlich Farmer, in Simbabwe gelebt.
Erste Ergebnisse der Studie waren bereits im Dezember 2002 veröffentlicht worden. Demnach hatten bis zu diesem Zeitpunkt nahezu vier Mio. Simbabwer als so genannte ,,Wirtschaftsflüchtlinge” das Land verlassen, wodurch die Bevölkerungszahl unter zwölf Millionen Einwohner gesunken sei. Außerdem habe sich die Geburtenrate seit 1980 halbiert, die Sterblichkeitsrate sei hingegen von 1,1 auf 1,72 Prozent gestiegen. Experten sehen die unfreiwillige Abwanderung der Farmer als Hauptursache der derzeit vorherrschenden wirtschaftlichen und humanitären Krise in Simbabwe. Rund vier Mio. Menschen hungern, die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei über 70%, während der Zusammenbruch der landwirtschaftlich basierten Wirtschaft die Inflationsrate auf 254,8% getrieben hat.
Aus: Allgemeine Zeitung, Windhoek 25.08.2005
Aug
05
2005
Die verbliebenen weißen Farmer in Simbabwe haben die Regierung von Präsident Robert Mugabe der ethnischen Säuberung beschuldigt. Hintergrund ist eine geplante Verfassungsänderung, die nach Ansicht der Vereinigung der kommerziellen Farmer (CFU) den Enteigneten jegliche Gelegenheit entzieht, die staatliche Zwangsaktion vor Gericht anzufechten. ,,Nahezu jeder weiße Farmer soll enteignet werden. Schon diese Tatsache zeigt doch deutlich, dass hier eine ethnische Säuberung im Gange ist”, sagte Douglas Taylor-Freeme, Präsident der CFU, beim Jahreskongress der Vereinigung in Harare. Die geplante ,,drakonische” Verfassungsänderung werde den Kollaps der Landwirtschaft weiter vorantreiben.
Die Regierung hatte die Änderung im vergangenen Monat angekündigt. Zukünftig soll per Gesetz erlaubt sein, dass der Staat eine Farm sofort nach der Listung als zu enteignender Besitz übernehmen darf, ohne dass rechtliche Schritte möglich sind.
Die Mugabe-Regierung hat seit der Einführung der ,,schnellen” Landreform im Jahr 2000 rund 4000 von insgesamt etwas 4500 weißen Farmen enteignet, um sie an die vormals benachteiligte Bevölkerung zu übergeben. Kritiker betonen immer wieder, dass die gewaltsame Vertreibung der weißen Farmer die derzeitige Wirtschaftskrise in Simbabwe heraufbeschworen habe, in deren Ausmaß nach UN-Angaben bis zu vier Mio. Menschen dringend Nahrungsmittel benötigten. Nach Aussage von Taylor-Freeme lägen die meisten der enteigneten Farmen, die 70 Prozent des produktivsten Bodens darstellten, heute brach, die landwirtschaftliche Produktivität sei um 60% geschrumpft und die Exporte stellten nur noch einen Bruchteil der Menge vor dem Jahr 2000 dar. Anderslautende Behauptungen der Regierung seien ,,ein nationaler Witz”.
aus: AZ, 04.08.2005, dg/AFP/AP
Aug
03
2005
Neuerdings gibt es 10 km nördlich von Hoachanas (Mündungsbereich der C15/D 1239) in der Kalahari einen Geheimtipp für eine Rast: der ‘Safari Stop’ auf der Farm Jena. Nebenbei kann man die Stickere Anin (1987 gegründet) besichtigen.
Biergarten und Souvenirladen
Die Betreiber sind die ehemaligen Gastgeber der Anib – Lodge, Victoria und Ernst Dukes. geführt hatten. Etwa 10 km nördlich von Hoachanas . Den Besucher erwartet ein Biergarten, eine Kaffeee- Terrasse und ein kleines Restaurant. Sogar Sachertorte wird angeboten ! Öffnungszeiten: Montags bis samstags von 10 bis 16 Uhr.
Aug
03
2005
Neue Service-Card für Naturpark im Trentino
Der Adamello-Brenta-Naturpark im norditalienischen Trentino offeriert mit der “ParcoCard” erstmals ein elektronisches Serviceticket, mit dem Besucher zahlreiche abwechslungsreiche Angebote rund um den Park nutzen können. Weiterhin ermöglicht die Chipkarte den kostenlosen Eintritt in einem der verschiedenen Schlösser, Burgen und Museen der Provinz.
Die Gäste können zwischen zwei Versionen mit jeweils einwöchiger Gültigkeit wählen: So kostet die “ParcoCard Natura” lediglich zwölf Euro und beinhaltet Leistungen wie freien Eintritt in den Park und einen Ausflug zu einer Almhütte, ein Leihfahrrad sowie den kostenlosen Transfer im Shuttle-Bus.
Die “ParcoCard Ambiente” für 24 Euro umfasst zusätzlich den Eintritt zu einem Museum, eine Verkostung der typisch trentinischen Spezialitäten und Weine, Ermäßigung für die Seilbahn sowie für den Eintritt in die berühmten Thermen von Comano und Caderzone.
Weitere Informationen, Broschüren und Kartenmaterial: Trentino Marketing, Via Romagnosi 11, 38100 Trento, Italien Tel.: +39-0461-405405; email: info@trentino.to www.trentino.to
News von Cony Ziegler
[Dieser Eintrag wurde am 3.08.2005 um 10:43 editiert.]