Von Michael Iwanowski
Dormagen, 11. Juli 2007
“Der grausame Meuchelmord an einem Touristen aus Deutschland entsetzt uns alle.
Natürlich ist man als Reisender in dieses herrliche Land nun schockiert und fragt sich, wie gefährlich das Reisen in Namibia tatsächlich ist.
Und man fragt sich, welche “Fehler” das betroffene Ehepaar vielleicht machte.
Tatsache ist, dass dies für beide die bereits fünfte Reise mit einem Camper bzw. Allradfahrzeug durch das südliche Afrika, auch Namibia, war. Beide waren also landeskundig, beide wussten sicherlich über eventuelle Gefahren in Städten oder beispielsweise an einsamen Rastplätzen entlang der gängigen Tourismusrouten.
Und doch reichte diese Erfahrung für das scheinbar Unvermeidliche nicht aus. Das Lebensschicksal wollte es, dass beide einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Aus diesem so sehr bedauerlichen Einzelfall kann man nach derzeitigem Stand der Dinge keine neue, Gefahren abwehrende Verhaltensregel ableiten.
Wir, und alle, die dieses so wunderbare Land Namibia und seine Menschen lieben, trauern mit den Hinterbliebenen, vor allem mit der mitgereisten Ehefrau.”
Sicherheitshinweise für Reisen in Namibia
- In den Großstädten ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Meiden Sie die Innenstädte sowie einsame und verlassene Gebiete in den Städten (z.B. nach Ladenschluss, an Sonn- und Feiertagen, bei Dunkelheit).’
- Fahren oder gehen Sie nie alleine in Schwarzensiedlungen, sondern nur in organisierter Form unter ortskundiger Führung.
- Tragen Sie nach Möglichkeit keinen Schmuck oder auffällig teure Kameras mit sich.
- Lassen Sie nie im Wagen Wertgegenstände oder Gepäck liegen. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe deponiert werden.
- Bei einer Campingreise sollten Sie nur auf den ausgewiesenen Campingplätzen übernachten.
- Bei auffälligen Hindernissen auf der Straße (z.B. quer über die Straße liegende Baumstämme etc.) ist besondere Vorsicht dringend geboten, da es sich um eine “Straßenfalle” handeln könnte. Es wird angeraten, rechtzeitig umzudrehen und im nächsten Ort die Polizei zu informieren.
- Beachten Sie, dass Sie in Nationalparks gar nicht oder nur an bestimmten Stellen Ihren Wagen verlassen dürfen.
- Von Fahrten während der Dämmerung/Dunkelheit wird dringend abgeraten. Neben erhöhter krimineller Gefährdung besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und auf der Straße befindlicher Tiere.
- Von Fahrten per Anhalter und mit sog. Minibustaxis wird dringend abgeraten.
- Von Fremden angebotene Getränke in Bars oder Restaurants sollte man nicht annehmen. Fälle, in denen “K.O.-Tropfen” beigemischt werden, wurden häufiger bekannt.
- Wegen der Gefahr von Fahrzeugentführungen und sog. “smash-and-grab”-Überfällen sollten im Auto die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein.
- Es wird davon abgeraten, an Aussichtspunkten und Rastplätzen Halt zu machen, wenn dort keine anderen Touristen in Sichtweite sind.
- Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, ein Mobiltelefon anzumieten (auf den Flughäfen möglich) oder mitzubringen.
http://www.az.com.na/lokales/mord-im-khomas-hochland.20661.php