Archiv Kategorie: 'USA / Süden'

Dez 29 2011

USA: EC/Maestro-Karten nur noch eingeschränkt benutzbar

2011 wurden erst von der Postbank, dann nach und nach auch von anderen Finanzinstituten, neue EC-Karten verschickt. Ein neues System namens V Pay setzt auf einen angeblich schwerer zu fälschenden Chip auf der EC-Karte. Die Postbank hat als erste deutsche Großbank flächendeckend dieses System eingesetzt, andere Banken zogen/ziehen nach. Die höhere Sicherheit hat jedoch zur Folge, dass vor allem im außereuropäischen Ausland kein Geld mehr mit der Karte abgehoben und auch nicht mehr damit bezahlt werden kann. 

Daher ist eine Kreditkarte für USA-Reisen unabdingbar geworden. Bei Kreditkarten sollte vorab im Kartenvertrag nachgesehen werden, wie hoch die Kosten für die Nutzung im Ausland beim Bezahlen ist. Während für das Abheben von Geld oft keine Gebühren berechnet werden, ist dies beim Zahlen mit einer solchen Karte meist anders.

News von unseren USA-Autoren Margit Brinke und Peter Kränzle

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Der Iwanowski Reisebuchverlag aus Dormagen hat seit Jahren bewährte Individual-Reiseführer zum gesamten Gebiet der USA im Programm. Die umfangreichen Reiseführer liefern alle notwendigen Informationen für eine Erkundung auf eigene Faust. Die USA-Reiseführer  sind zwischen rund 500 und 740 Seiten stark und kosten zwischen 19,95 EUR und 25,95 EUR (außer 101 USA; 256 Seiten; 12 EUR).

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Nov 04 2011

10 Dinge, die man in den USA beachten sollte - ein USA - Knigge in Kurzform

1. Positiv denken: Das Positive steht im Vordergrund,  nicht Negatives !  Also Lob ist angesagt, Kritik eher nicht…smile !

2. Ironie verstehen die meisten Amerikaner nicht – also witzige Bemerkungen in dieser Richtung unterlassen, da sie auf Unverständnis stossen !

3. Geduldig sein: Sei es im Straßenverkehr – sei es im Supermarkt !

4. Keine hochgesteckten Erwartungen bei der Beratung hegen: Die Jobs erledigen fast immer nur Angelernte, also Fachberatung im Supermarkt oder einer Filiale ist Glücksfall.

5. Amerikaner sind in der Regel nicht neidisch – sie erfreuen sich daran, wenn´s anderen gut geht. Die Hoffnung, das alles für einen selbst mal besser wird, reflektiert der Erfolgreiche.

6. Nie laut und unhöflich werden !

7. Politik und Religion sind keine geeigneten  Themen für die Unterhaltung, da Kontroversen drohen. Dafür Baseball, das Wetter, neue Restaurants…

8. Der Blick des Amerikaners ist auf die USA gerichtet, nicht auf Übersee – Probleme. Die USA werden ziemlich als der Mittelpunkt der Welt gesehen (von  den meisten…)

9. Das Denken in Nuancen ist nur gelegentlich anzutreffen, meist herrscht schwarz – weiß – Denken vor. Die Nachrichten und politischen Botschaften erfolgen  in Kurzform.

10.  Ganz praktisch: Vergessen Sie nie, dass ein Trinkgeld von 20 % erwartet wird – ohne Kompromiss. Denn die Bedienung erhält praktisch kein Fixgehalt…

Michael Iwanowski

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Der Iwanowski Reisebuchverlag aus Dormagen hat seit Jahren bewährte Individual-Reiseführer zum gesamten Gebiet der USA und Kanada im Programm. Die umfangreichen Reiseführer liefern alle notwendigen Informationen für eine Erkundung auf eigene Faust. Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei.

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Jul 22 2011

Einreiseerlaubnis USA - Ärger mit Nullen im Reisepass

Wer eine Reise in die USA visumfrei unternehmen möchte, muss vorher eine elektronische Einreiseerlaubnis (ESTA) einholen. Dabei kann es leicht zu Verwechslungen bei der Eingabe der Reisepass-Nummer kommen. Damit Sie keine Schwierigkeiten bei der Einreise in die USA bekommen, müssen die Buchstaben- und Zahlenkombinationen unbedingt stimmen, darauf weist die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. hin.

Großes Problem bereitet die Zahl Null, da sie mit dem Buchstaben O optisch nur schwer auseinander zu halten ist. Dieses Problem dürfte eigentlich gar nicht auftreten, da es klare Regeln bei der Nummernvergabe von Seiten der deutschen Behörden gibt. Doch kaum jemand kennt sie.

So wurde bei der Nummernvergabe zur Vermeidung Sinntragender Wörter und der Sicherstellung der OCR-Lesbarkeit auf die Verwendung der Vokale (A, E, I, O, U) und bestimmter Buchstaben (B, D, Q, S) verzichtet. In der Reisepassnummer kann also nicht der Buchstabe O stehen, sondern lediglich die Zahl Null.

Mehr Informationen finden Sie im » Merkblatt “Elektronischer Reisepass in Deutschland”. Dieses und weitere Informationen zum Thema „Reise“ stellt die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher e.V. in einem “Reisen Spezial“ auf ihrer Homepage unter www.geldundverbraucher.de, Rubrik „Gratis“ zur Verfügung.

Quelle: GVI

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Jul 22 2011

airberlin und American Airlines bauen Codeshare weiter aus - 33 Ziele unter gemeinsamer Flugnummer buchbar

airberlin und American Airlines haben ihr Codeshare-Abkommen für ausgewählte Flüge im inneramerikanischen Streckennetz erweitert. Die zusätzlichen Flugverbindungen ab New York, Los Angeles sowie Miami sind ab sofort buchbar.

Ab New York haben airberlin Gäste durch den erweiterten Codeshare jetzt die Möglichkeit, auch nach Chicago, Cleveland, Dallas, Pittsburgh oder St. Louis weiterzureisen. Ab Miami bestehen neue Anschlussflüge nach Key West und Jacksonville. Damit etabliert sich Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft als Florida-Carrier und fliegt mit den bereits vorhandenen Verbindungen nach Miami, Fort Myers, Orlando und Tampa jetzt insgesamt sechs Destinationen in Florida an. Auch San Juan auf Puerto Rico gehört zu den neuen Codeshare-Destinationen und ist mit airberlin bequem ab Miami erreichbar. Die Codeshare-Erweiterung schließt auch Flüge ab Los Angeles mit ein. So stehen den airberlin Passagieren zukünftig via Los Angeles fünf neue inneramerikanische Ziele zur Verfügung, darunter zu weiteren kalifornischen Städten wie beispielsweise Sacramento oder San José.

Bereits seit November 2010 kooperiert airberlin mit American Airlines. Ab sofort sind insgesamt 33 Ziele in den USA, auf Puerto Rico sowie den Bahamas mit den beiden Codeshare-Partnern erreichbar.

Quelle: Air Berlin

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Jul 20 2011

USA / Südwesten: Wunderwerke von Menschenhand - Die Felswohnungen des Mesa Verde Nationalparks und der Lake Powell

Das Gebiet auf der legendären Reiseroute Grand Circle im Südwesten der USA verfügt über die höchste Dichte von Nationalparks in den Vereinigten Staaten und ein Viertel aller amerikanischen Panoramastraßen, die so genannten Scenic Byways, befindet sich hier.

Grand Canyon, Bryce Canyon und Monument Valley gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten dieser Region, in der Besucher immer wieder auf faszinierende Landschaften mit roter Erde, tiefen Schluchten und vom Wind geschaffenen Skulpturen aus Sandstein treffen.

Doch neben all den weltberühmten Naturschönheiten führt der Grand Circle auch zu zwei eindrucksvollen Höhepunkten menschlicher Schaffenskraft.

Der Mesa Verde Nationalpark in Colorado ist der einzige Nationalpark in den USA, in dem kein Naturwunder, sondern menschliches Kulturerbe geschützt wird. Das größte archäologische Schutzgebiet der Vereinigten Staaten beeindruckt mit steinernen Städten voller Geheimnisse, die im 12. Jahrhundert auf spektakuläre Weise von den Ancestral Puebloan Indianern in die Felswände eines Bergmassivs hinein gebaut wurden. Mitten im Park auf einer Höhe von 2.500 m liegt die komfortable Far View Lodge mit über 150 Zimmern, die einzigartige Ausblicke in die 4 Bundesstaaten Colorado, Utah, New Mexico und Arizona bietet. Das „Cities of Sandstone Package“ beinhaltet für zwei Personen bis zum 19. Oktober zwei Übernachtungen, Frühstück und eine Halbtagestour zu den archäologischen Stätten (ab 379,- Dollar). Weitere Kombinationspakete gibt es auf www.visitmesaverde.co/mesa-verde-specials-packages.aspx.

Auch der Lake Powell ist ein Meisterwerk menschlicher Baukunst. In rund 300 km Entfernung von Mesa Verde entstand der gigantische See Mitte der 1960er Jahre an der Ostseite des Grand Canyon im Grenzgebiet von Utah und Arizona, als man den Colorado River aufstaute. Aufgrund der kaum existenten Vegetation ist das Gebiet mit seinem kristallklaren blauen Wasser und den kontrastierend leuchtend roten Felsen einzigartig in seinem Aussehen. Direkt am See können Urlauber im komfortablen Lake Powell Resort wohnen und Bootstouren zur berühmten Felsbrücke Rainbow Bridge buchen oder ein Powerboot mieten, für das man keinen Führerschein benötigt und mit dem man nach einer kurzen Einweisung durch das erfahrene Personal auf eigene Faust den See erkunden kann.

www.lakepowell.com/plan/specials.aspx

Weitere Informationen zum Mesa Verde Nationalpark auf www.visitmesaverde.com und zum Lake Powell auf www.lakepowell.com.

Informationsbroschüren zum Mesa Verde Nationalpark und zum Lake Powell können angefordert werden bei: Get It Across Marketing& PR, Neumarkt 33, 50667 Köln, Tel: +49-221-2336406, Fax: +49-221-2336450, Mail: aramark@getitacross.de

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Jun 06 2011

USA: discoveramerica.com - Tourismuswebsite neu gestaltet

Die offizielle Tourismus-Webseite der USA, www.discoveramerica.com, wurde durch einen neuen Look und mehr Funktionen deutlich verbessert.

Neben mehr Infos zu 125 Reisezielen, rund 5000 Sehenswürdigkeiten und allen US-Staaten wird ein neues Reiseplanungs-Tool präsentiert sowie eine neue interaktive Blog-Funktion eingerichtet.

Die Website ist auf Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und Japanisch verfügbar. Interessenten finden auch eine Übersicht über Reiseveranstaltern und Reisebüros.

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Feb 22 2011

USA und Kanada: Reisetipps für Urlaub mit dem Mietwagen

Viele Urlauber träumen von Reisen durch große Länder wie die USA und Kanada. Besonders unabhängig und flexibel sind sie dabei mit einem Mietwagen. Das Online-Portal billiger-mietwagen.de nennt seinen Kunden Tipps für eine entspannte Reiseplanung:

- Vermieter empfehlen Fahrern für die USA und Kanada grundsätzlich
einen internationalen Führerschein, dieser ist aber nicht
zwingend notwendig. In den meisten Fällen genügt ein seit zwei
Jahren gültiger Führerschein.

- In den USA und in Kanada können Kunden unter 21 Jahren kein Auto
mieten. 21- bis 24-jährige Fahrer müssen mit einer
Jungfahrergebühr von 25 bis 27 USD bzw. CAD pro Tag rechnen.

- Wer möglichst viel vom Land sehen will, bucht eine Einwegmiete
statt einer Rundreise. In Kanada bezahlen Kunden für
unterschiedliche Abhol- und Rückgabestationen meist eine Gebühr.
In den USA sind einige Einwegmieten kostenfrei: innerhalb
Kaliforniens und Floridas, sowie auf den Strecken
Kalifornien-Nevada und Kalifornien-Arizona.

- Für entspannte Fahrten mit den großen Strecken und langen
Fahrtzeiten in Nordamerika muss der Mietwagen groß genug sein
für Reisende, Gepäck, Einkäufe und Souvenirs. Urlauber sollten
sich über die Fahrzeuggröße informieren, denn mittlerweile
gleichen die einst geräumigeren Modelle den Abmessungen
europäischer Autos.

- USA- und Kanada-Reisende fahren nicht unbedingt günstiger mit
einem Paketangebot inklusive Navigationssystem. Wer kein eigenes
Navi mit Karten für das jeweilige Land mitbringt, kann vor Ort
eines für ca. 70 USD/CAD kaufen.

- Vollkasko- und Diebstahlversicherungen ohne Selbstbeteiligung
sind in den USA und Kanada fast immer inklusive. Allerdings sind
die gesetzlichen Haftpflichtsummen der Mietwagen-Versicherung
mit teilweise 5.000 USD sehr niedrig. Kunden von
billiger-mietwagen.de können sich an “Bestes Paket”-Angeboten
orientieren, die mindestens eine Million USD/CAD Haftpflicht
enthalten.

Auch wenn diese Regeln in den meisten Fällen zutreffen, sollten Kunden die Kosten und Konditionen in den Mietbedingungen zum jeweiligen Angebot nachlesen.

Wer sich für die Reiseplanung von den Touren anderer Nordamerika-Reisender inspirieren lassen will, findet auf billiger-mietwagen.de viele kostenlose Tourtipps:

- USA: www.billiger-mietwagen.de/mietwagen-rundreisen-usa.html
- Kanada:  www.billiger-mietwagen.de/mietwagen-rundreisen-kanada.html

Quelle: ots

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Nov 28 2010

Verträge in den USA: Pacta sunt servanda ?

 

Pacta sunt servanda?

Vor einiger Zeit hielt der Rechtsanwalt Felix Mehler von der Kanzlei Cohen & Grigsby, Bonita Springs vor der »German American Business Chamber« einen interessanten Vortrag über die Unterschiede in den Rechtssystemen der Vereinigten Staaten und Deutschlands. Felix Mehler hat sowohl in Deutschland wie auch den USA die volle Ausbildung zum Anwalt abgeschlossen. Eine seiner zentralen Thesen: Amerikaner gehen mit einer ganz anderen Einstellung an den Abschluss eines Vertrages als wir Kontinentaleuropäer. Konkret: Man schliesst hierzulande zwar einen Vertrag ab, es ist aber durchaus vorstellbar, diesen später ohne viel Federlesens auch wieder zu brechen.

So gilt es in der amerikanischen Rechtsprechung und –auffassung als absolut akzeptabel, einen Vertrag zu brechen, solange man dem Vertragspartner einen allfälligen Schaden ersetzt. Das kontinentaleuropäische Recht hingegen geht davon aus, dass jeder Vertragspartner seiner Verpflichtung nachkommt und diese auch eingeklagt werden kann: Wenn ich etwas verkaufe, dann muss ich es auch liefern – und umgekehrt muss der Käufer auch bezahlen.

Vor diesem Hintergrund gehen amerikanische Vertragspartner natürlich mit einer ganz anderen Einstellung an den Abschluss eines »contracts«. Ändern sich die Umstände, wird man viel eher seine vertragliche Verpflichtung ignorieren als dies ein Kontinentaleuropäer je tun würden (wo die Geschäfte ja oft noch per Handschlag besiegelt werden). Bricht ein Amerikaner einen Vertrag, so weiss er ohnehin, dass sein Vertragspartner vor zwei großen Hürden steht: Zum einen muss er den Schaden und dessen Höhe beweisen. Zum anderen muss er in einem oftmals teuren und aufwendigen Gerichtsverfahren seine Forderung einklagen. Sofern es nicht ausdrücklich vereinbart wurde, kommt noch ein drittes Problem hinzu: Selbst wenn der geschädigte Vertragspartner vor Gericht gewinnt, muss ihm der Verlierer oft nicht die Anwaltskosten ersetzen. Somit ist es manchmal aus rein wirtschaftlichen Überlegungen sinnvoller, auf Schadenersatz zu verzichten und zähneknirschend den Vertragsbruch zu akzeptieren.

Der Umgang mit dem Thema »Vertragstreue« lässt tief blicken: Hier werden klare Unterschiede in der Mentalität von Amerikanern, Europäern und vor allem Asiaten deutlich. Sind asiatische Gesellschaften eher gruppenorientiert, zeigen sich Amerikaner ganz klar auf sich selbst bezogen, das heisst individualistisch und eigeninteressiert. Wir Mitteleuropäer liegen meiner Einschätzung nach in unserem Verhalten und Verständnis der Gesellschaft irgendwo in der Mitte.

Der »Egoismus« der Amerikaner hat natürlich historische Wurzeln: Die Freiheit des Einzelnen ist ein zentrales Element ihrer Kolonialgeschichte. Die ersten europäischen Auswanderer strebten im 16. und 17. Jahrhundert in Nordamerika nach (Religions-) Freiheit und Reichtum und hatten Europa in der Hoffnung verlassen, in Amerika ein neues, besseres Leben führen zu können. Aufgrund der Nichtexistenz von staatlichen Institutionen oder gesicherten Rahmenbedingungen waren die Siedler und Pioniere gezwungen, sich im alltäglichen Leben auf sich selbst, ihre individuellen Fähigkeiten und ihre eigene moralische Verantwortung zu verlassen. Unter solchen Lebensumständen mussten zu treffende Entscheidungen vor allem zeitnah und pragmatisch sein. Der Nutzen stand im Vordergrund. Und war dieser Nutzen positiv, dann war die Entscheidung richtig – gegebenenfalls bis zu der Auffassung, dass der Zweck die Mittel heiligt.

Diese Geisteshaltung hat sich auch auf die Geschäftskultur übertragen. Charakteristisch für den US-amerikanischen Wirtschaftsstil ist zum einen die dominante Rolle und Selbstverantwortung des Individuums und zum anderen – zumindest in der Theorie – die minimale Einflussnahme des Staates auf die Wirtschaft, die allein durch den Markt selbst reguliert werden soll. Die Aufgabe des Staates ist primär, den Rahmen für freien Wettbewerb zu stellen und zu erhalten.

In einer individualistisch ausgeprägten Gesellschaft steht der Einzelne im Vordergrund: Es ist wichtig »seinen Weg zu gehen«, »gegen den Strom zu schwimmen«. Nicht umsonst proklamierte der Amerikaner Frank Sinatra »I did it my way!«. Die Chinesen kontern mit dem Sprichwort »Der Nagel, der herausragt, wird in das Brett gehämmert« – denn in dieser kollektivistisch ausgeprägten Gesellschaft steht die Gruppe als Gesamtheit im Vordergrund und ist wichtiger als die Selbstverwirklichung der einzelnen Gruppenmitglieder. Ein konkretes Beispiel für diesen fundamentalen Gegensatz ist das Versagen von gewissen Bonusprogrammen in asiatischen Ländern. Amerikanische Unternehmen fanden schnell heraus, dass sich dort die Produktivität von Gruppen verringerte, wenn man ein individuell ausgerichtetes Bonusprogramm einsetzte. Die Mitarbeiter orientierten sich an dem schwächsten Glied ihrer Gruppe und versuchten, dieses nicht zu übertreffen. Erst als man das Bonusprogramm so umstellte, dass es die gesamte Gruppe belohnte, wurde die Produktivität gesteigert. In individualistisch geprägten Gesellschaften funktionierte diese Art von Bonusprogrammen allerdings nicht, dort senkten Gruppenprogramme die Produktivität.

Im amerikanischen Denken ist die Auffassung verwurzelt, dass individuelles Denken und persönlicher Instinkt jedem gruppenorientierten Entscheidungsprozess überlegen ist. Mehr noch: Die freie Entfaltung des Einzelnen wird durch die Unterordnung seiner Interessen innerhalb einer Gruppe eher behindert. Amerikaner stellen ihre persönlichen Ziele in der Regel vor alles andere. Dies beinhaltet die Interessen der Firma, der Freunde, der Familie und eventuell sogar des Ehepartners. Als Folge dieses Denkmusters sind Amerikaner gegenüber ihrer Firma (wie auch die Firma gegenüber ihren Mitarbeitern) nur in jenem Grad gegenüber loyal, sofern dies ihren eigenen Interessen nützt. Man verhält sich auf beiden Seiten absolut pragmatisch: Die Loyalität hält nur bis zum Vorliegen eines besseren Angebotes. Gehandelt wird schnell, ohne grosse Vorwarnung. Amerikaner sind nicht bekannt dafür, sehr geduldig zu sein.

All das sollte man wissen, wenn man »im Land der unbegrenzten Möglichkeiten« Geschäfte betreiben will. Amerikaner können sich schnell für alles begeistern, was nach »Opportunity« aussieht. Darum bekommt man als Verhandlungspartner schon früh ungewohnt viel Aufmerksamkeit. Aber genauso schnell, wie man diese erlangt, verliert man sie auch wieder, wenn sich die Resultate nicht als so nützlich herausstellen wie erhofft.

Und das alte »Pacta sunt servanda«, mit dem uns die Römer das Prinzip der Vertragstreue im öffentlichen und privaten Recht auf eine kurze Formel gebracht haben? Im deutschen Zivilrecht, auch das lerne ich von Rechtsanwalt Felix Mehler, besagt der Grundsatz, dass derjenige, der Verträge bricht, rechtswidrig handelt. Und in Amerika? Im vergangenen Jahr las ich im Wall Street Journal einen interessanten Artikel über die Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Bank und dem Immobilienmilliardär Donald Trump. Bei dem Streit drehte es sich um den Trump International Hotel & Tower in Chicago – ein 415 Meter hoher Wolkenkratzer am Chicago River. Trump war damals offenbar mit der Rückzahlung eines millionenschweren Kredits in Verzug – und hatte kurzerhand die Deutsche Bank und andere Institute vor einem New Yorker Gericht auf eine Verlängerung der Kreditlaufzeit verklagt. Die Anwälte Trumps argumentierten, der plötzliche Einbruch der weltweiten Finanzmärkte sei ein so außergewöhnliches Ereignis höherer Gewalt, dass ihr Mandant einen Anspruch auf Anpassung des Kreditvertrages habe.

Verträge sind einzuhalten? Wohl eher: »Was schert mich mein Geschwätz von gestern?« Ganz nebenbei warf Trump seinen Kreditgebern damals vor, seine Rückzahlungsbemühungen unterwandert zu haben – und forderte deswegen drei Milliarden Dollar Schadensersatz. Welcome to America!

Von Rainer Filthaut, IRC Int. Realty Corporation, 3838 Tamiami Trail N., Suite 416, Naples, FL 34103-3586.

Individual-Reiseführer zum gesamten Gebiet der USA im Programm. Die umfangreichen Reiseführer liefern alle notwendigen Informationen für eine Erkundung auf eigene Faust.
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In 2009 sind die Bände USA-Nordosten, USA-Nordwesten, USA-Ostküste, USA-Süden, Kalifornien und Hawaii sowie „101 USA-Geheimtipps für Entdecker“ neu erschienen. Im Januar 2010 folgte die Neuausgabe von USA-Westen. Im Sommer 2010 erscheint die neue Ausgabe des Reiseführers New York. Im Herbst 2010 erscheint der Band Kanada-Osten in neuer Auflage.

Alle Bände sind zwischen rund 500 und 740 Seiten stark und kosten zwischen 19,95 EUR und 25,95 EUR. Die Mehrzahl der Auflagen stammt aus den Jahren 2009/2010. Das Programm wird laufend aktualisiert.

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Okt 12 2010

USA: Vorsicht bei teuren Ausfüllhilfen für das Einreiseformular

Eine dreiste Abzocke erleben laut ADAC immer wieder USA-Besucher beim Ausfüllen der Online-Reisegenehmigung im Internet. Windige Geschäftemacher bieten Antragstellern teure Hilfe beim Ausfüllen des Fragekatalogs an. Diese kostet oftmals bis zu 50 Dollar. Der ADAC rät allen USA-Reisenden, den leicht auszufüllenden Fragebogen selbst zu bearbeiten.

Seit 12. Januar 2009 muss sich jeder USA-Reisende, der ohne Visum ins Land will, schon vor Abflug in die Staaten online auf der Internetseite der US-Regierung registrieren. Diese so genannte ESTA-Registrierung unter www.esta.cbp.dhs.gov kostet seit dem 8. September 2010 pro Person 14 US-Dollar.

Der ADAC kritisiert die neue Tourismusabgabe. Nach Meinung des Automobilclubs wird hier wieder eine neue Gebühr ohne Gegenleistung für den Urlauber eingeführt. Amerika versucht auf Kosten seiner Besucher seinen Haushalt aufzubessern. Nach Schätzung des ADAC werden die USA 600 Millionen Euro mit der neuen Einreisegebühr zusätzlich einnehmen.

Wer beim Ausfüllen der Online-Registrierung unsicher ist, erfährt Unterstützung durch sein Reisebüro und mitunter sogar durch seine Fluggesellschaft. Weitere Tipps gibt es auch unter www.adac.de/reise-freizeit .

101 USA - Geheimtipps für Entdecker - Reiseführer Iwanowski   Florida - Reiseführer von Iwanowski   USA - Süden - Reiseführer von Iwanowski

Der Iwanowski Reisebuchverlag aus Dormagen hat seit Jahren bewährte Individual-Reiseführer zum gesamten Gebiet der USA im Programm. Die umfangreichen Reiseführer liefern alle notwendigen Informationen für eine Erkundung auf eigene Faust. Die USA-Reiseführer  sind zwischen rund 500 und 740 Seiten stark und kosten zwischen 19,95 EUR und 25,95 EUR.
In 2009 sind die Bände USA-Nordosten, USA-Nordwesten, USA-Ostküste, USA-Süden, Kalifornien und Hawaii sowie „101 USA-Geheimtipps für Entdecker“ (256 Seiten, 12 EUR) neu erschienen. Im Frühjahr 2010 folgten die Reiseführer USA-Westen und USA-Südwesten sowie New York und Florida.

Der Bestseller USA-Westen erscheint bereits Ende 2010 in neuer, diesmal farbiger Ausstattung und komplett überarbeitet.

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Okt 09 2010

USA Immoblienmarkt: Am Tropf des Staates - Krise ohne Ende ?

Der amerikanische Immobiliensektor befindet sich weiterhin in einem schlechten Zustand. Wie lange wird es noch dauern, ehe sich der Markt für Einfamilienhäuser und Wohnungen nachhaltig erholt hat? Und welche Verluste sind auf dem Weg dorthin noch zu erwarten?

Etwa 51 Millionen Amerikaner sind Schuldner einer Hypothek. Die nachstehende Graphik zeigt, dass 14 Prozent aller Hypothekenhalter von Häusern mit ein- bis vier Wohneinheiten mit ihrer Zahlung im Verzug sind oder sich das Objekt bereits in der Zwangsversteigerung befindet – Tendenz steigend. Im Klartext heisst das: Mehr als sieben Millionen Hypotheken werden derzeit nicht bedient. 80 Prozent davon sind »notleidend«, das heisst, die Eigentümer können die Zinsen nicht mehr bezahlen. Nur bei einem Fünftel handelt es sich um »Strategic Defaults» – die Eigentümer könnten zwar noch bezahlen, wollen aber nicht mehr, da die Hypothek den Wert des Objektes übersteigt. Wurden im Jahre 2005 noch rund 60 000 Zwangsvollstreckungen im Monat eingeleitet, so ist diese Zahl inzwischen auf 350 000 angestiegen.

Weitere Informationen zu dem Prozess der Zwangsversteigerungen können Sie meinen Artikel >>Zwangsversteigerungen<< erfahren.

Hier informationshalber die Wahrscheinlichkeit dass es bei Zahlungsverzug zu einer Versteigerung kommt:

90 Tage im Verzug: 99.2 %
60 Tage im Verzug: 95.6 %
30 Tage im Verzug: 72.4 %

In den Boomjahren bis 2006/2007 wurden bis zu 1,8 Millionen neue Häuser pro Jahr gebaut. Diese Zahl ist heute auf etwa 500 000 gefallen. Parallel dazu sind die Verkäufe von bestehenden Häusern auf das tiefste Niveau seit 1999 gesunken. Gemäss Angaben der nationalen Maklerkammer stehen rund vier Millionen Objekte zum Verkauf. Dazu kommt eine unbekannte Zahl von Häusern, die bereits den Banken gehören sowie ein »Schatteninventar« verkaufswilliger Eigentümer, die noch keinen Verkaufsauftrag erteilt haben.

Eine demografische Entwicklung erweist sich als Gift für den Markt: In früheren Zeiten wurden – statistisch gesehen – jedes Jahr in den USA mehr als eine Million neuer Haushalte gegründet. Diese Zahl liegt im Moment deutlich tiefer. Die Gründe: Mehr als 14 Millionen Amerikaner momentan ohne Arbeit, der Zuzug der Einwanderer hat deutlich nachgelassen und die Konsumenten sind allgemein wesentlich sparsamer. Als Folge ziehen erwachsene »Kinder« wieder zu ihren Eltern zurück, Paare warten länger mit dem Erwerb ihres ersten Hauses und Ledige bilden Wohngemeinschaften. Der Trend lautet: Mieten statt Kaufen. Denn Ungewissheit über einen weiteren Preisverfall trägt dazu bei, den Kaufentscheid für eine Wohnimmobilie zu verzögern.

Erhebliche Steuervorteile hatten zwischenzeitlich zu einer Erhöhung der Verkaufszahlen geführt. Nach dem Auslaufen der Steuervorteile sind im Juli die Verkäufe bestehender Objekte um 27 % gefallen. In den letzten beiden Monaten haben sich diese Zahlen leicht erholt. Die Zahl der potentiellen Käufer nimmt nicht schnell genug zu, um das bestehende Inventar zu absorbieren.

Natürlich gibt es nicht den US-Immobilienmarkt, sondern ein Vielzahl regionaler und lokaler Märkte. Bestimmte Orte und Regionen verzeichnen momentan sogar stabile oder schon wieder steigende Preise. Generell ist aber davon auszugehen, dass das Preisniveau in den nächsten zwei Jahren um weitere 10 bis 15 Prozent fallen dürfte. Im Vergleich zu den Kosten des Eigentums ist das Mieten einer Immobilie derzeit wesentlich günstiger. Als Faustregel müssen die Mietkosten bei neun Prozent des Kaufpreises liegen, damit Eigentum finanziell attraktiv ist. Aufgrund des hohen Angebotes an Wohnraum wird das Preisniveau der Mieten auf absehbare Zeit aber tief bleiben.

Die Risiken des Hypothekengeschäftes wurden seit dem Beginn der Immobilienkrise mehrheitlich von den Banken auf die öffentliche Hand transferiert. 96,5 Prozent aller neuen Hypotheken werden heute direkt oder indirekt vom Steuerzahler getragen. Die Banken vergeben zwar Hypotheken, aber nur solche, die entweder an GSE (Governement Sponsored Entiities) verkauft werden oder aber durch die FHA (Federal Housing Authority) garantiert sind. Somit streichen sie Gebühren ein und erzielen Gewinne, aber übertragen das Risiko der Allgemeinheit. Die nachfolgende Graphik zeigt, dass weit über 90 Prozent der neuen Hypotheken durch GSE/FHA gewährt beziehungsweise garantiert werden. NON-GES = private Unternehmen, spielen keine grosse Rolle mehr. Die amerikanische Zentralbank hält allein $ 1.25 Billionen an an hypothekarisch abgesicherten Wertpapieren. Der Hypothekenmarkt ist praktisch verstaatlicht.

Die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac haben im ersten Halbjahr 2010 12,7 Milliarden resp.11,4 Milliarden Dollar an Verlusten ausgewiesen. Hinzu kommen die Verluste der FDIC (Einlagenversicherung für das Bankenwesen) in Höhe von 18.55 Milliarden Dollar. Die FDIC rechnet mit Verlusten von 100 Milliarden Dollar aus der Immobilien- und Bankenkrise. Die FDIC hat nicht genug liquide Mittel, um alle Verluste umgehend zu absorbieren. Somit ist sie dazu übergegangen, Vermögenswerte von in Konkurs gegangenen Banken zu verkaufen und deren Wert teilweise zu garantieren. Dadurch wurden Verluste auf 180 Milliarden Dollar Vermögenswerte auf bis zu zehn Jahre in die Zukunft verschoben. Gleichzeitig hat die FDIC von den Banken die Vorauszahlung der Versicherungsprämien für drei Jahre verlangt um die eigene Liquidität zu polstern. Eine Entwicklung ohne scheinbares Ende: Seit 2007 sind 286 Banken geschlossen worden, weitere 800 Institute stehen auf einer »schwarzen Liste« der FDIC.

Fazit: Der Immobilienmarkt hängt noch über Jahre hinaus am Tropf des Staates, sei es durch die Übernahme von hohen Verlusten auf Hypotheken, tiefe Zinsensätzen zur Förderung der Hauskäufe und Rentabilität der Banken oder weitere Steuervorteile für die Hauskäufer. Keine gute Nachricht also für all jene, die auf funktionierende Märkte nach dem Prinzip »Angebot & Nachfrage« hoffen. Und für Amerikas Steuerzahler, die über Jahre die Folgen einer verfehlten Politik zu tragen haben werden, schon mal gar nicht.

Von Rainer Filthaut, IRC Int. Realty Corporation, 3838 Tamiami Trail N., Suite 416, Naples, FL 34103-3586.

Individual-Reiseführer zum gesamten Gebiet der USA im Programm. Die umfangreichen Reiseführer liefern alle notwendigen Informationen für eine Erkundung auf eigene Faust.
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In 2009 sind die Bände USA-Nordosten, USA-Nordwesten, USA-Ostküste, USA-Süden, Kalifornien und Hawaii sowie „101 USA-Geheimtipps für Entdecker“ neu erschienen. Im Januar 2010 folgte die Neuausgabe von USA-Westen. Im Sommer 2010 erscheint die neue Ausgabe des Reiseführers New York. Im Herbst 2010 erscheint der Band Kanada-Osten in neuer Auflage.

Alle Bände sind zwischen rund 500 und 740 Seiten stark und kosten zwischen 19,95 EUR und 25,95 EUR. Die Mehrzahl der Auflagen stammt aus den Jahren 2009/2010. Das Programm wird laufend aktualisiert.

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